

Fläche: 29.800 qkm.
Bevölkerungszahl: 2.982.900 (2005).
Bevölkerungsdichte: 100 pro qkm.
Hauptstadt: Jerewan. Einwohner: 1.093.500 (2005).
Geographie: Armenien liegt im Kleinen Kaukasus und grenzt im Norden an Georgien, im Westen an die Türkei und den Iran und im Osten an Aserbaidschan. Der 4100 m hohe Aragats ist die höchste Erhebung des gebirgigen Landes. Selbst die tiefsten Täler liegen 450-700 m ü. d. M. Größter See der Republik ist der im Osten gelegene Sevan-See.
Staatsform: Präsidialrepublik seit 1991. Neue Verfassung von 1995. Einkammerparlament mit 131 Abgeordneten. Staatsoberhaupt: Robert Kocharyan, seit 1998. Regierungschef: Andranik Markaryan, seit 2000. Seit 1991 unabhängiger Teilstaat der GUS.
Sprache: Amtssprache ist Armenisch (96 %), eine der ältesten Kultursprachen der Welt. Russisch (2 %) und Kurdisch werden ebenfalls gesprochen. Russisch wird jedoch mittlerweile nur noch selten benutzt.
Religion: Überwiegend armenisch-orthodox, daneben russisch-orthodox und muslimisch (mehrheitlich Kurden). Die armenische Kirche ist die älteste christliche Kirche der Welt.
Ortszeit: MEZ + 2. Letzter Sonntag im März bis letzter Sonntag im Oktober : MEZ +3 (Sommerzeit in Armenien = Standardzeit MEZ (Winterzeit in Mitteleuropa) +3 Std.).
Differenz zu Mitteleuropa beträgt in Mitteleuropa im Sommer und Winter jeweils +2 Std.
Netzspannung: 220 V, 50 Hz. Europäische, 2-polige Stecker.
Post- und Fernmeldewesen:
Telefon: Internationale Direktdurchwahl nach Jerewan und in einige Regionen. Die nationale Telefongesellschaft heißt Armentel (Internet: www.armentel.com/eng/home.htm). Für Ferngespräche ins Ausland und zur Umgehung der Kommunikationsprobleme innerhalb des Landes nutzt Armentel internationale Satellitenverbindungen. Es gibt öffentliche Kartentelefone, von denen sich über 90 % in Jerewan befinden. Die Telefonkarten sind u.a. in Postämtern erhältlich.
Landesvorwahl: 374.
Mobiltelefon: GSM 900 wird verwendet. Der Hauptmobilnetzanbieter ist Armentel (Internet: www.armentel.com). Der Empfang beschränkt sich auf Jerewan und den Westen des Landes. Mobiltelefone können für mindestens 3 Tage und maximal 1 Monat von der Firma Rent a Phone (Internet: www.rentaphone.am) gemietet werden. Für internationale Gespräche werden Prepaid-Karten genutzt.
Faxanschlüsse: Internetcafés in Armenien bieten u.a. auch die Möglichkeit zu faxen.
Internet/E-Mail: Örtliche Internetanbieter ist u.a. Arminco (Internet: www.arminco.com). In Jerewan gibt es zahlreiche Internetcafés, von denen einige rund um die Uhr geöffnet haben. Neben Internetanschluss bieten Internetcafés in Armenien auch die Möglichkeit zu faxen, scannen und zu fotokopieren.
Post: Der internationale Postverkehr hat sich in den letzten Jahren stark verbessert. Die Hauptpost ist Mo-Fr von 09.00-17.00 Uhr geöffnet und befindet sich am Platz der Republik. Eine Zweigstelle gibt es u.a. an der Ecke der Abovyan-Straße und der Sayat Nova Avenue in Jerewan. In Postämtern kann Geld gewechselt, telefoniert, Postkarten und Telefonkarten gekauft und Postsendungen abgeschickt oder empfangen werden. Internationale Kuriere unterstützen das nationale Postsystem.
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Gesetzliche Feiertage: 1./2. Jan. 2005 Neujahr.
6. Jan. Armenisch-orthodoxe Weihnachten.
8. März Internationaler Frauentag.
25. März Karfreitag.
7. April Muttertag.
24. April Gedenktag an den Völkermord von 1915.
9. Mai Tag des Sieges und des Friedens. 28. Mai Jahrestag der Ausrufung der 1. Armenischen Republik, 1918. 5. Juli Tag der Verfassung.
21. Sept. Unabhängigkeitstag.
7. Dez. Gedenktag an die Erdbebenopfer von 1988.
31. Dez. Silvester.
1.-2. Jan. 2006 Neujahr.
6. Jan. Armenisch-orthodoxe Weihnachten.
8. März Internationaler Frauentag.
7. April Muttertag.
14. April Karfreitag.
24. April Gedenktag an den Völkermord von 1915.
9. Mai Tag des Sieges und des Friedens. 28. Mai Jahrestag der Ausrufung der 1. Armenischen Republik, 1918. 5. Juli Tag der Verfassung.
21. Sept. Unabhängigkeitstag.
7. Dez. Gedenktag an die Erdbebenopfer von 1988.
31. Dez. Silvester.
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Gesundheit:
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Vorsichtsmaßnahmen
empfohlen
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Impfschein
erforderlich
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Gelbfieber
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Nein
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Nein
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Cholera
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Nein
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Nein
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Typhus & Polio
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Ja
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-
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Malaria
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1
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-
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Essen & Trinken
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2
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-
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[1]: Geringes Malariarisiko der weniger gefährlichen Malariaart Plasmodium vivax von Juni bis Oktober im westlichen Tiefland (Ararat-Tal), vorwiegend im Masis-Distrikt. In den touristischen Gegenden besteht kein Risiko. Empfehlung: Mückenschutz
[2]: Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen), die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Leitungswasser ist normalerweise gechlort und relativ sauber, es können jedoch u. U. leichte Magenverstimmungen auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthalts empfiehlt es sich daher, abgefülltes Wasser zu trinken, welches überall erhältlich ist. Milch ist pasteurisiert, Milchprodukte sind im allgemeinen unbedenklich. Da das Nutzvieh jedoch nicht regelmäßig geimpft wird, empfiehlt es sich, im Zweifelsfall die Milch abzukochen. Außerhalb der Städte sollte Trinkwasser vorsichtshalber abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Fisch- und Fleischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Obst sollte geschält und Gemüse gekocht werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt
Vorsichtsmaßmahmen: Die Borreliosewird durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz übertragen und tritt landesweit zwischen April und Oktober auf. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für Hepatitis A. Hepatitis B ist endemisch. Eine Hepatitis A und B-Schutzimpfung wird generell empfohlen.
Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Gesundheitsvorsorge: Die medizinische Versorgung ist grundsätzlich gewährleistet, entspricht jedoch nicht immer europäischem Standard. Notfallversorgung ist in der Regel gegeben. Bei Behandlungen wird Barzahlung verlangt. Es gibt nicht immer feste Tarife für Ausländer. Ein großzügiges Trinkgeld verbessert die Versorgungslage im Krankenhaus erheblich, Quittungen für solche zusätzlichen Leistungen sind jedoch kaum zu erhalten. Einige Apotheken haben 24 Std. geöffnet. Medikamente aus den Herkunftsländern USA, GB, F, D, RUS, TUR und Osteuropa sind zum größten Teil frei erhältlich. Dennoch sollten ärztlich verordnete Medikamente im Rahmen des persönlichen Bedarfs, am besten mit ärztlichem Attest nachgewiesen, mitgebracht werden. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Notfallrückführung wird dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.
HIV-Test: Für Aufenthalte über 3 Monate wird ein negativer HIV-Test verlangt. Der Test kann auch innerhalb des 1. Aufenthaltsmonats im Land durchgeführt werden.
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Währung: 1 Armenischer Dram = 100 Luma.
Währungskürzel: AMD (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 1000, 500, 200,100, 50, 25 und 10 Dram im Umlauf. Münzen gibt es im Wert von 1 Dram sowie 50 und 20 Luma.
Geldwechsel: Fremdwährungen können an Flughäfen, in Banken und in den meisten Hotels und Geschäften getauscht werden. Beim Bezahlen in der nationalen Währung wird Besuchern empfohlen, viel Kleingeld mit sich zuführen, da in einigen Läden und besonders auf Märkten größere Banknoten nicht gewechseln werden können. Die Annahme von US-Dollar ist offiziell verboten. Preise werden oft in US-Dollar notiert und zum Tageskurs in Dram angenommen.
Kreditkarten: Kredikarten werden in einigen größeren Hotels und Geschäften angenommen. In Jerewan gibt es einige Bankautomaten, an denen mit Kreditkarte/Bankkarte Bargeld in der Landeswährung abgehoben werden kann.
Reiseschecks: Werden in einigen Hotels und Geschäften akzeptiert. Reiseschecks sollten in US-Dollar ausgestellt.
Devisenbestimmungen: Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung sowie von Fremdwährungen ist unbeschränkt. Geldbeträge über einem Wert von 10.000 US$ sind deklarationspflichtig. Die Ausfuhr von Bargeld, das einen Wert von 10.000 US$ übersteigt, ist verboten.
Öffnungszeiten der Banken: Mo-Fr 09.30-12.30 Uhr. Wechselstuben sind bis 00.00 Uhr geöffnet, auch an Sonn- und Feiertagen.
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Flugzeug: Jerewan hat einen kleinen Inlandflughafen, der eingeschränkte Flugdienste innerhalb Armeniens bietet.
Armenian Airlines bietet außerdem Hubschrauberrundflüge an. Der inländische Flugverkehr wird oft durch Kraftstoffknappheit und andere Probleme beeinträchtigt.
Bus/Pkw: Es gibt insgesamt 7705 km Straßen, von denen 9500 km asphaltiert sind. Der Straßenzustand ist oft auch auf Hauptverbindungsstraßen sehr schlecht. Es gibt nur wenige Tankstellen, erhältlich sind Benzin und Diesel. Man sollte immer einen Reservekanister mitführen. Es ist üblich, nicht nur Taxis, sondern auch private Pkws anzuhalten und um Mitfahrgelegenheit zu bitten.
Busse verbinden die größeren Städte.
Stadtverkehr: Jerewan hat ein kleines U-Bahnnetz. Es verkehren Busse und Oberleitungsbusse, Fahrpläne werden jedoch nicht immer eingehalten. Taxis findet man vor allem im Stadtzentrum, sie können auch telefonisch bestellt werden. Mietwagen mit Chauffeur sind erhältlich, aber entsprechend teuer.
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Urlaubsorte & Ausflüge:
Anmerkung: Die östlichen Randgebiete der Republik im Grenzbereich zu Aserbaidschan sollten gemieden werden. Die im folgenden Abschnitt beschriebenen Sehenswürdigkeiten liegen in Regionen, die vom Kriegsgeschehen nicht betroffen sind und wahrscheinlich auch nicht in die Auseinandersetzungen hineingezogen werden. Dennoch sollte man sich vorher beim Auswärtigen Amt in Berlin, dem Außenministerium in Wien bzw. dem EDA in Bern über die aktuelle Lage informieren.
Zahlreiche imposante Baudenkmäler sind Zeugnis der jahrtausendealten Kultur der Armenier. Großartige Kuppelbauten und Basiliken findet man überall in diesem Gebirgsland. Die armenisch-christliche Kunst erlebte ihre Blütezeit im 4.-11. Jahrhundert.
Jerewan: Die armenische Hauptstadt an den Ufern des Razdan ist eine der ältesten Städte der Welt und wurde vor annähernd 2800 Jahren gegründet. Leider wurden große Teile der Altstadt in den dreißiger Jahren abgerissen. Die neuen Gebäude sind meist in dem für Armenien typischen braun-rosafarbenen Tuffstein erbaut. An klaren Tagen kann man jenseits der türkischen Grenze die beiden Gipfel des Bergs Ararat sehen, wo angeblich die Arche Noah nach der Sintflut strandete. Das
Matenadaran in der Stadtmitte beherbergt eine Sammlung der ältesten Manuskripte der Welt. Sehenswert ist auch die
Kirche der Heiligen Hripsime. Jerewan besitzt eine Reihe von Museen, unter anderem das sehenswerte staatliche Museum für Volkskunst sowie die Kinderkunst-Galerie. Diese Galerie stellt ausschließlich Kunstwerke von Kindern im Alter zwischen 3 und 16 Jahren aus, und ihre Kunstsammlung umfasst mittlerweile über 100.000 Bilder von Kindern aus 130 Ländern. Das
Historische Museum erlaubt einen Einblick in die armenische Geschichte und Kunstgeschichte. Eine Sammlung von Werkzeugen, die Ausstellungsstücke aus der Stein- und Eisenzeit bis zum 19. Jahrhundert umfaßt, ist besonders interessant.
Etschmiadsin, von 180-340 Hauptstadt des Landes, liegt ca. 20 km von Jerewan entfernt und gilt als religiöses Zentrum Armeniens. Die
Kathedrale von Etschmiadsin ist ein Paradebeispiel klassischer armenischer Architektur. Sie wurde 303 n. Chr. erbaut und ist eine der ältesten christlichen Kirchen der Welt, in welcher heute noch Messen abgehalten werden. Unter den Schätzen der Kathedrale befindet sich auch ein Stück Holz der Arche Noah - so heißt es zumindest. Die Kirchen in
Ripsime (618 erbaut),
Gayane (630) und
Shogakat (1694) sind ebenfalls sehenswert. Unweit von Etschmiadsin in
Zvartnots befinden sich die Ruinen der
St. Georgskirche, die im 7. Jahrhundert errichtet wurde und von legendärer Schönheit gewesen sein soll. Das
Kloster Geghard (35 km östlich von Jerewan) liegt in einer steilen, steinigen Schlucht und ist eine der eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Die Kirchen des Klosterkomplexes, die aus dem 13. Jahrhundert stammen, sind in ihrem Inneren mit wundervollen Schnitz- und Steinmetzarbeiten bestückt. In einer der Kapellen, die aus massivem Stein direkt aus dem Fels gehauen ist, fließt eine heilige Quelle. In
Garni, im grünen Tal des Azat-Flusses an der Straße zwischen Geghard und Jerewan, steht ein heidnischer Sonnentempel, der im 1. Jahrhundert n. Chr. auf Befehl des Königs Thiridates I. erbaut wurde. Ein Erdbeben zerstörte 1679 den Tempel, der jedoch 1978 völlig restauriert wurde. Garni ist das einzige hellenische Bauwerk auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion und bietet eine herrliche Aussicht auf das zauberhafte Tal. Ein römisches Badehaus mit einem gut erhaltenen Mosaikfußboden wurde vor kurzem ganz in der Nähe ausgegraben. Im 53 km von Jerewan entfernten
Sardarapat steht eine Gedenkstätte, die 1968 zur Erinnerung an den Sieg der Armenier über die Türken 1918 erbaut wurde. Architektonische Monumente und faszinierende Skulpturen machen ihren Reiz aus. Bei klarer Witterung kann man den
Sevan-See schon von weitem sehen. Er liegt rund 70 km von Jerewan entfernt. Die herrlichen Strände und sein klares Wasser machen diesen größten See im Kaukasus zu einem idealen Ausflugsziel. Durch unüberlegte hydroelektrische Projekte und Irrigation in den siebziger Jahren hat sich leider der Wasserspiegel bis zu 16 m gesenkt und stellt ein Umweltproblem für die Region dar, da Flora und Fauna stark in Mitleidenschaft gezogen werden.
Sevan am Nordufer des Sees war einer der beliebtesten Badeorte zu Sowjetzeiten. Heute hofft man auf Auslandsinvestitionen und neue Gäste aus dem In- und Ausland. Geschichtsbewußte werden sich für das
Kloster Sevan interessieren (9. Jahrhundert). Einst soll es als Exil für in Ungnade gefallene armenische Adelige gedient haben. Nördlich von Sevan, weiter im Bergland, liegt der beliebte Kurort
Dilizan. Das
Kloster Agartsin, nur wenige Kilometer östlich von Dilizan, war eines der wichtigsten Kulturzentren im Mittelalter. Dieses architektonische Meisterwerk ist eines der wenigen Bauwerke, die aus dieser Zeit (10.-13. Jh.) vollständig erhalten geblieben sind. Das prächtige Refektorium ist besonders beeindruckend.
Kloster Goschawank (25 km von Dilizan) beherbergt wunderbare Beispiele der Steinmetzarbeiten, für die die Region im Mittelalter berühmt war. Die Festung
Amberd auf dem Berg Aragats (50 km von Jerewan) ist wie geschaffen für ein Picknick
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Essen & Trinken: In Armenien zeichnet sich wieder eine Cafe- und Restaurantkultur ab. Viele Cafes befinden sich in Parkanlagen und sind bei Touristen und Einheimischen besonders im Sommer beliebt. Gegrilltes Kalbfleisch und Lammsuppe mit Pinienkernen gehören zu den Spezialitäten der armenischen Küche. Lammfleisch ist traditionell Bestandteil vieler armenischer Gerichte und wird oft gegrillt oder als Schaschlik mit Fladenbrot serviert. Lamm wird auch als Suppengrundlage verwendet, vor allem in der
Bozbash, die in unzähligen Variationen auftritt, oder als Eintopf, oft zusammen mit Obst und Nüssen. Eine Mahlzeit fängt oft mit einer großen Platte kalter Vorspeisen an, darunter mit Reis und Fleisch gefüllte Paprikaschoten und Weinblätter, eingelegtes und frisches Gemüse, salziger weißer Schafskäse, der mit frischen grünen Kräutern und Fladenbrot gegessen wird, sowie verschiedene Sorten
Basturma (Pökelfleisch). Getrockneten Aprikosen aus dem Kaukasus werden fast magische gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Eine weitere Nachtisch-Spezialität wird aus eingedicktem Traubensaft hergestellt: dieser wird in verfestigter Form zusammen mit Nüssen gegessen. Die
Ischkan-Forelle aus dem Sevan-See wird als besondere Delikatesse gepriesen, sie ist heute allerdings nur noch selten erhältlich.
Getränke: Die Produktion von armenischem Wein und Weinbrand wurde in den achtziger Jahren im Zuge von Gorbatschows Anti-Alkohol-Kampagne stark eingeschränkt. Einheimische erzählen Besuchern aber heute noch gern, daß Winston Churchill armenischen Weinbrand dem französischen vorzog, nachdem er ihn auf der Jalta-Konferenz erstmalig gekostet hatte. Nach der Traubenernte wird in Armenien an zahlreichen Straßenständen sprudelnder, leicht fermentierter Traubensaft verkauft. Kaffee wird stark, schwarz und in kleinen Tassen angeboten.
Nachtleben: Es gibt zahlreiche Restaurants und Nachtclubs in Jerewan, sowie eine große Konzerthalle, ein Opernhaus und Kammermusikhalle und mehrere Theaterhäuser. Opern- und Musikaufführungen sind von hohem internationalen Rang und Eintrittskarten sind preisgünstig. Das armenische Philharmonische Orchester und das 1997 gegründete armenische Kammerorchester gastieren regelmäßig in Jerewan und anderen Städten. Es gibt mehrere Musikensembles, die sich auf traditionelle armenische Volksmusik, -gesang, und -tanz spezialisieren.
Einkaufstips: Obwohl sich die armenische Wirtschaft erst langsam entwickelt, werden laufend neue Geschäfte eröffnet. Diverse Kunstgewerbeartikel aus Seide, Keramik und Holz sowie Gemälde werden in Jerewaner Galerien verkauft. Antiquitäten wie Ikonen, Läufer und Teppiche sind sehr teuer und können nur mit einer besonderen Genehmigung exportiert werden. Diese erhält man nur, wenn der Kauf in einem offiziellen Laden und nicht auf einem Markt oder von einer Privatperson getätigt wurde. Waren aller Art werden am
Vernisaj-Flohmarkt in Jerewan angeboten, der bei Touristen sehr beliebt ist. Die Einkaufszeiten der Geschäfte sind von 09.00-18.00 Uhr, im Sommer haben die meisten Läden länger geöffnet.
Land & Leute: Das gesellschaftliche Leben spielt sich im eigenen Heim ab, Einladungen werden gern ausgesprochen. Armenier sind großzügig und gastfreundlich. Gästen werden trotz aller Knappheit üppige Mahlzeiten vorgesetzt, und ein ums andere Mal werden die Gläser auf das Wohl der Gäste geleert. Eine kleine Aufmerksamkeit wie Blumen, Schokolade oder eine Flasche Importwein wird gern gesehen. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Visitenkarten werden nicht nur bei geschäftlichen Treffen, sondern generell auch häufig bei der ersten Begegnung mit jemandem überreicht. Die Gespräche kreisen zwangsläufig um die Politik, jedoch ist Zurückhaltung angebracht. Angesichts der steigenden Kriminalität sollte man Wertgegenstände nicht »zur Schau stellen«.
Trinkgeld: Das Personal in Restaurants erwartet Trinkgeld, zum Teil schon im voraus. Fahrpreise in Taxis sollten grundsätzlich vor der Abfahrt vereinbart werden. Es ist ratsam, sich im voraus über die üblichen Tarife zu informieren. Gleiches gilt für Marktstände usw.
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Klima: Kontinentalklima mit heißen trockenen Sommern und kalten Wintern. Die Durchschnittstemperatur im Januar beträgt -6°C, im Juli 25°C.
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