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Flagge


Fläche: 147.181 qkm.
Bevölkerungszahl: 27.676.550 (2005).
Bevölkerungsdichte: 188 pro qkm.
Hauptstadt: Kathmandu. Einwohner: 743.300 (2004).
Geographie: Der größte Teil des Landes liegt an den Südhängen des Himalaya und erstreckt sich von den höchsten Gipfeln durch bergiges Land zur oberen Grenze der Ganges-Ebene. Das Königreich grenzt im Norden und Nordwesten an China sowie im Westen, Süden und Osten an Indien. Man kann das Land in fünf Regionen aufteilen: Terai, Siwalik, Mahabharat Lekh, die Zentralregion oder Pahar und den Himalaya. Die bergige Zentralregion wird vom südlichen Himalaya durchzogen, hier befinden sich die höchsten Gipfel der Welt.
Staatsform: Parlamentarische Demokratie und konstitutionelle Monarchie. Verfassung von 1990. Zweikammerparlament, Repräsentantenhaus mit 205 für 5 Jahre gewählten Mitgliedern, Nationalrat mit 60 für 6 Jahre ernannten Mitgliedern. Staats- und Regierungschef: König Gyanendra Bir Bikram Shah Dev, seit 2001 bzw. seit 2005. Die Verfassung von 1990 legte die Einschränkung der königlichen Machtbefugnisse und die Einführung des Mehrparteiensystems fest.
Sprache: Amtssprache Nepali (90 %). Die Bevölkerung setzt sich aus zahlreichen Sprachgruppen zusammen. Es werden ca. 12 Sprachen und 30 Dialekte gesprochen. Verwaltungsangestellte und im Tourismus Beschäftigte sprechen zumeist auch Englisch.
Religion: 86 % Hindus, 8 % Buddhisten, 4 % Muslime, 2 % andere.
Ortszeit: MEZ + 4¾.
Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Nepal.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +4¾ Std. und im Sommer +3¾ Std.
Netzspannung: 220 V, 50 Hz.
Post- und Fernmeldewesen:  
Telefon: Selbstwählferndienst. Auslandsgespräche müssen über das Fernamt, das Nepal Telecommunications Corporation in der Nähe des Stadiums in Kathmandu, in Hotels oder bei privaten Kommunikationszentren geführt werden.
Landesvorwahl: 977. Das Haupttelegraphenamt hat während der Bürostunden geöffnet, internationale Telefonverbindungen kommen jedoch nicht immer leicht zustande.
Mobiltelefon: Das nepalesische Mobilfunknetz verwendet die PDC (Personal Digital Cellular System)-Technik, die nicht mit anderen gebräuchlichen Mobilfunksystemen wie z. B. GSM kompatibel ist.
Faxanschlüsse: Gibt es in zahlreichen Reisebüros und einigen Hotels. Am Flugplatz gibt es eine Faxkabine. Faxe können auch bei der Nepal Telecommunications Corporation in der Nähe des Stadiums in Kathmandu abgeschickt werden.
Internet/E-Mail: Internetanbieter ist World Link (Internet: www.wlink.com.np). Es gibt Internetcafés in Kathmandu, Patan und Pokhara. Internetzugang auch in manchen Hotels, bei der Nepal Telecommunications Corporation in der Nähe des Stadiums in Kathmandu und in privaten Kommunikationszentren verfügbar.
Telegramme: Telegramme können bei der Nepal Telecommunications Corporation in der Nähe des Stadiums abgeschickt werden.

Post: Postämter gibt es in den meisten Ortschaften. Achten Sie darauf, dass die Briefmarken in Ihrer Gegenwart gestempelt werden. Postfächer sollten nicht für wichtige Post benutzt werden. Die größeren Hotels bieten auch einen Postdienst an. Das Hauptpostamt in Kathmandu, in der Nähe des Dhrahara Towers, hat Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr geöffnet.

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Gesetzliche Feiertage: 11. Jan. 2005 Tag der Einheit. 29. Jan. Tag der Märtyrer. 13. Febr. Vasant Panchami-Tag. 19. Febr. Rashtriya Prajatantra Divas (Tag der Demokratie). 8. März Tag der Frau; Shivaratri (Feier des Gottes Shiva). 9. März Ghode Jatra (Fest der Pferde). 18. März Chaite Dashain-Tag. 19. März Ram Nawami (Geburtstag des Gottes Ram). 25. März Holi. 14. April Navabarsha (Neujahrstag). 21. April Buddha Jayanti (Buddhas Geburtstag). 19. Aug. Rakshya Bandhan (Janai Purnima). 20. Aug. Gai Jatra (Festzug der Kühe). 25. Aug. Krishna Asthami (Geburtstag des Gottes Krishna). 6. Sept. Teej (Fest der Frauen). 10. Okt. Dasain (Durga Puja-Fest). 1. Nov. Deepawali (Lichterfest). 8. Nov. Indra Jatra (Fest des Regengottes). 9. Nov. Tag der Verfassung. 29. Dez. König Birendras Geburtstag.

Jan./Febr. 2006 Vasant Panchami. 11. Jan. Tag der Einheit. 29. Jan. Tag der Märtyrer. Febr./März Shivaratri (Feier des Gottes Shiva). 19. Febr. Rashtriya Prajatantra Divas (Tag der Demokratie). März Ghode Jatra (Fest der Pferde); Chaite Dashain-Tag. März/April Ram Nawami (Geburtstag des Gottes Ram). 8. März Tag der Frau. 15. März Holi. 14. April Navabarsha (Neujahrstag). 13. Mai Buddha Jayanti (Buddhas Geburtstag). Aug. Rakshya Bandhan (Janai Purnima). Aug./Sept. Gai Jatra (Festzug der Kühe); Krishna Asthami (Geburtstag des Gottes Krishna). Sept. Teej (Fest der Frauen). Okt. Dasain (Durga Puja-Fest). Okt./Nov. Indra Jatra (Fest des Regengottes). 21. Okt. Deepawali (Lichterfest). 9. Nov. Tag der Verfassung. 29. Dez. König Birendras Geburtstag.
Anmerkung: [*] Alle nepalesischen religiösen Feste und Feiertage werden nach dem Mondjahr berechnet, ihr Datum ändert sich daher von Jahr zu Jahr, weshalb hier nur der Monat angegeben ist.

 

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Gesundheit:
 

 

 

Vorsichtsmaßnahmen
empfohlen

Impfschein
erforderlich

Gelbfieber

  Nein 

  1 

Cholera

  2 

  Nein 

Typhus & Polio

  Ja 

  - 

Malaria

  3 

  - 

Essen & Trinken

  4 

  - 

[1]: Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten einreisen wollen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende in Nepal.
[2]: Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3]: Malariarisiko, überwiegend in der weniger gefährlichen Form Plasmodium vivax, besteht ganzjährig in den ländlichen Gegenden der Terai-Bezirke Danuka, Mahotari, Sarlahi, Rautahat, Bara, Parsa, Rupendehi, Kapilvastu und insbesondere entlang der indischen Grenze (einschließlich des bewaldeten Hügellandes und der Waldgebiete). Chloroquinresistenz der gefährlicheren Form Plasmodium falciparum wurde gemeldet. Kein Risiko besteht in Kathmandu und Nord-Nepal.
[4]: Das Risiko von Durchfallerkrankungen ist landesweit sehr hoch. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch immer mit keimfreiem Wasser verwenden. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Vorsichtsmaßnahmen: Hepatitis A und E kommen vor, Hepatitis B ist endemisch. Impfschutz gegen Hepatitis A wird auch Kurzreisenden, gegen Hepatitis B bei längerem Aufenthalt sowie bei Kindern und Jugendlichen empfohlen.

Höhenkrankheit ist für Bergwanderer gefährlich, v.a. ab 3500 m Höhe. Sollten in großer Höhe Übelkeit, Kopfschmerzen oder Atemnot auftreten, so muss die erste Maßnahme der Abstieg sein. Ratschläge erteilt die Himalayan Rescue Association in der Nähe des Kathmandu Guest House im Stadtviertel Thamel in Kathmandu.

Die durch Mückenstich übertragbare Leishmaniase kommt vor allem im Tiefland vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor. Risikogruppen sollten sich impfen lassen und man sollte große Menschenansammlungen meiden.

Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht von Juli bis Dezember vor allem in Reisanbaugebieten im Süden (Terai).

Tollwut kommt landesweit vor. Allgemein besteht ein erhöhtes Tollwut-Risiko, durch die Zunahme von streunenden Hunden insbesondere im Dang-Distrikt, West-Nepal. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Gesundheitsvorsorge: Das für Besucher am leichtesten erreichbare Krankenhaus ist das Patan Hospital in Lagankhel. Die meisten Krankenhäuser haben englischsprachiges Personal, und in den großen Hotels kann man nach Hausärzten fragen. Die Apotheken in Kathmandu befinden sich überwiegend in der New Road und bieten preiswerte westliche Medikamente an. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird empfohlen. Umfassender Versicherungsschutz für Trekker, Bergsteiger und Wildwasserfahrer (einschließlich Rettungsflug per Hubschrauber) ist dringend anzuraten. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

HIV-Test: Für eine Aufenthaltsgenehmigung wird in der Regel ein HIV-Test und Gesundheitszeugnis verlangt.

 

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Währung: 1 Nepal-Rupie = 100 Paisa. Währungskürzel: NR, NPR (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 1000, 500, 100, 50, 25, 20, 10, 5, 2 und 1 NR, Münzen in den Nennbeträgen 5 und 1 NR sowie 50, 25, 10 und 5 Paisa.
Geldwechsel: Geld sollte ausschließlich bei autorisierten Stellen (Banken, Hotels und lizensierten Wechselstuben) gewechselt werden. Touristen sollten Umtauschbelege sorgfältig aufbewahren, da diese für Visaverlängerungen oder Trekking-Genehmigungen vorgelegt werden müssen. Hotelrechnungen, Flugtickets und teilweise auch Trekking-Genehmigungen müssen von Touristen in Devisen bezahlt werden. Es empfiehlt sich die Mitnahme von ausreichend Bargeld, da Kreditkarten und Reiseschecks nicht überall akzeptiert werden. In Pokhara, Kathmandu und Chitwan gibt es zahlreiche Wechselstuben.
Kreditkarten: American Express und teilweise auch Eurocard, MasterCard und Visa werden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks: Werden in Banken, größeren Hotels und Touristengebieten akzeptiert, Reiseschecks sollten in US-Dollar oder britischen Pfund ausgestellt sein.
Devisenbestimmungen: Die Einfuhr der Landeswährung und der indischen Währung ist verboten. Unbegrenzte Einfuhr von Fremdwährungen, Deklarationspflicht. Ausfuhr in Höhe des eingeführten Betrages. Nur 10% der umgetauschten Summe können bei der Ausreise unter Vorlage der Umtauschquittungen wieder in Fremdwährungen zurückgetauscht werden.
Öffnungszeiten der Banken: So-Do 10.00-14.30 Uhr, Fr 10.00-12.00 Uhr. Die Nepal Bank Ltd. in der New Road, Kathmandu, hat So-Do 10.00-15.00 und Fr 10.00-12.00 Uhr geöffnet. Autorisierte Wechselstuben haben 12 Stunden geöffnet.

 

 

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Flugzeug: Die größeren Städte des Landes werden von Kathmandu aus mit dem internen Flugnetz verbunden. Viele dieser Flüge bieten eine einmalige Aussicht über die Berge. Royal Nepal Airlines (RA) bietet Flüge zu 21 Inlandzielen an. Hubschrauber können ebenfalls gemietet werden.
Flughafengebühren: 50 NR bei Abflug von den Flughäfen Bhadrapur, Biratnagar, Rajbiraj, Janakapur, Simara, Bharatpur, Pokhara, Sidharthangar, Kathmandu, Nepalgang, Dang, Dhangadi und Mahendranagar; 20 NR für Abflüge von allen anderen Flughäfen.
Anmerkung: Alle ausländischen Nationalitäten müssen ihre Flüge in Fremdwährung bezahlen, nur Nepalesen und Inder dürfen in Rupien bezahlen.
Bahn: Nepal Janakpur-Jayanger Railways (NJJR) betreiben Güter- und Personenverkehr in der östlichen Terai-Region.
Bus/Pkw: Die Qualität der Straßen ist unterschiedlich. Linksverkehr. Bus: Busse in alle Landesteile fahren am Gongabu Busbahnhof in Kathmandu ab. Das Busnetz wird von der Transport Corporation of Nepal und von Privatfirmen betrieben. Komfortable Touristenbusse stehen auf den Strecken Kathmandu - Pokhara und Kathmandu - Chitwan zur Verfügung und fahren meist gegen 07.00 Uhr von Thamel im Stadtzentrum von Kathmandu ab. Nächtliche Überlandfahrten mit dem Bus sollten wegen des hohen Unfallrisikos vermieden werden. Mietwagen sind in Kathmandu von den Vertretungen von Hertz, Avis und Yeti Travels erhältlich. Das Mindestalter ist 18 Jahre. Wagen mit Chauffeur kann man nur im Kathmandu-Tal mieten. Unterlagen: Der internationale Führerschein ist 15 Tage lang gültig. Unter Vorlage des gültigen nationalen Führerscheins ist ein zeitlich befristeter Landesführerschein erhältlich.
Stadtverkehr: In den bewohnten Regionen um Kathmandu, einschließlich der Nachbarstädte Patan und Bhaktapur, verkehren Linienbusse. Ein häufig verkehrender Oberleitungsbus befährt die 11 km lange Strecke zwischen Kathmandu und Bhaktapur. Private Minibusse verbinden die nahegelegenen Dörfer mit der Hauptstrecke. In den Bussen und Oberleitungsbussen der Transport Corporation of Nepal gibt es Fahrscheine in vier unterschiedlichen Preisklassen, die farblich verschieden sind und vom Schaffner verkauft werden. Tempos sind dreirädrige Fahrzeuge mit Taxameter, die etwas preiswerter sind als die Taxis. Taxi: In Kathmandu findet man zahlreiche Taxis mit Taxameter, die während der Nachtstunden 50% Zuschlag verlangen. Private Taxis sind teurer, vor Fahrtantritt sollte der Fahrpreis vereinbart werden. Rikschas findet man in der ganzen Stadt. Auch hier sollten Fahrpreise vor dem Fahrtantritt vereinbart werden. Fahr- und Motorräder kann man von Fahrradgeschäften stunden- oder tageweise mieten. Motorradfahrer brauchen einen Führerschein. Achten Sie darauf, daß Ihr Fahrrad eine gut funktionierende Klingel hat - diese ist das wichtigste Zubehör im nepalesischen Straßenverkehr.

 

Hinweis: Wegen politischer Unruhen und terroristischer Aktionen sollte die gesamte Mittelwestregion einschließlich der Distrikte Dolpa (Doelpo), Rukum, Gorkha und Lamjung, die Distrikte Arghakanchi und Gulmi (Westregion) sowie Sindhupalchok, Sindhuli, Dhading und Dolakha (Zentralregion) gemieden werden.
Touristen wird empfohlen, sich bei Trekking-Vorhaben in abgelegenen Gebieten vorher bei den jeweiligen diplomatischen Vertretungen in Kathmandu (s. Kontaktadressen) über die Sicherheitslage zu informieren und sich dort unter Angabe der Trekking-Route registrieren zu lassen.

 

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Sicherheitshinweis: Wegen der angespannten politischen Lage im ganzen Land sind erhöhte Vorsicht und Wachsamkeit geboten. Trekking-Reisende sollten vor Reisebeginn die aktuellen Nachrichten verfolgt und nur bekannte Routen benutzen. Trekkingtouren sollten nur in Gruppen und mit seriösen Veranstaltern und Führern unternommen werden.
Kathmandu: Die nepalesische Hauptstadt ist ein zauberhafter Ort und, im Gegensatz zu vielen Landeshauptstädten, absolut unverwechselbar. Die Stadtmitte bildet der Durbar-Platz mit zahlreichen wunderschönen buddhistischen und hinduistischen Tempeln und Schreinen, die nachts als Tierställe dienen und in deren Außenwänden sich Nischen für Verkaufsstände befinden. Der alte Königspalast und die Statue des Affengottes befinden sich ebenfalls auf dem Durbar-Platz. Außerdem findet man hier das Haus der lebenden Göttin Kumari, in dem ein durch verschiedene Rituale ausgewähltes Mädchen ca. vom sechsten Lebensjahr an bis zur Pubertät wohnt. Sie verläßt das Haus nur, um die täglichen Bitten ihrer Anhänger entgegenzunehmen, die sie auf einem Thron im Tempel empfängt, und um an zahlreichen Festen teilzunehmen.
Hinter dem Durbar-Platz beginnt ein Markt, der sich über große Teile der Altstadt ausbreitet. In einigen Gassen werden Lebensmittel und Haushaltsgegenstände ebenso wie Souvenirs für Touristen oder bunte Armbänder und Kosmetik oder Kerzen und Räucherstäbchen angeboten. In den engen Gassen der Altstadt findet man zahlreiche kleine Restaurants, Buch- und Bekleidungsgeschäfte. Hier kommen Motorfahrzeuge nur im Schrittempo vorwärts, weil sie die Fahrbahn mit Fußgängern, Radfahrern und Kühen teilen.
Der Berg außerhalb der Stadt beheimatet den berühmten Affentempel, der Pilger und Touristen gleichermaßen anzieht. Freche Paviane leben hier in Scharen, beim Picknicken muß man aufpassen, daß sie einem nicht die Leckerbissen aus der Hand stibitzen.
Das Kathmandu-Tal: Die Städte Patan und Bhaktapur hatten früher die gleiche Bedeutung wie Kathmandu. Jede dieser Städte hat ihren eigenen Durbar-Platz und eine Kumari (s. o.). Der Königspalast in Patan ist ein Muß für jeden Besucher des Landes. Bhaktapur ist eine schöne, ruhige Stadt, in deren Seitenstraßen man noch stärker als in Kathmandu das Gefühl hat, dem 20. Jahrhundert entronnen zu sein. Auf dem Platz der Töpfer sind ganze Familien damit beschäftigt, geschickt Tonwaren aller Größen zu formen und nach dem Trocknen in der Sonne zu lackieren. Das Dorf Nagarkot liegt eine Busfahrt entfernt oder eine stramme Wanderung durch Wälder und an Terrassenfeldern vorbei inmitten einer Landschaft, die bisher noch jeden verzaubert hat. An nebelfreien Tagen hat man einen ausgezeichneten Blick auf den Mount Everest. Einfache Übernachtungsmöglichkeiten sind vorhanden, es gibt allerdings keinen Strom - im Restaurant at the End of the Universe wird das Essen über der Feuerstelle in einer Ecke auf dem Boden zubereitet, während sich vor dem Fenster die majestätische Ruhe der Bergwelt nach allen Seiten hin ausbreitet. Westlich von Kathmandu steht in Swayambhunath der älteste und bedeutendste Buddhatempel des Landes mit seinem berühmten großen starrenden Augenpaar. Im Tal stößt man überall auf Götterschreine für alle Zwecke, in denen Einheimische regelmäßig Farbpulver und kleine Opfergaben weihen. Die Tradition gebietet, daß man an Schreinen und Tempeln immer links vorbeigeht.
Die abgelegene Stadt Pokhara liegt 200 km westlich von Kathmandu in der Mitte von Nepal (am Phewa-See). Nirgendwo sonst auf der Welt hat man so einen guten Blick auf den Himalaya. Von Pokhara aus brechen zahlreiche Gruppen mit Führung zum Trekking auf.

 

Die Berge: Wer nach Nepal fährt, kann sich der Faszination der unendlich scheinenden Bergwelt wohl kaum entziehen, doch muß man nicht gleich den Mount Everest besteigen, um einen Eindruck vom Bergsteigerleben zu bekommen. Einige einheimische Reisebüros organisieren Tagesausflüge in die Berge mit Begleitung und bieten auch Gruppen-Treks von mehreren Tagen Dauer an. Die Landschaft ist oft rauh und zerklüftet, aber immer aufregend schön, und die Wege sind unbefestigt. Die kurzen, populärsten Strecken sind auch ohne Führung zu bewältigen, im allgemeinen empfiehlt sich jedoch ein erfahrener Führer, der am besten durch ein gutes Reisebüro vermittelt sein sollte (weitere Informationen zum Trekking s. Lebensart). Einige Reisebüros bieten Flüge mit einem Kleinflugzeug über den Mount Everest an. Man kann auch von Jomosom und anderen Ortschaften westlich der Hauptstadt Flüge über die eindrucksvolle Annapurna-Bergkette buchen.

 

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Essen & Trinken: Reis ist das Grundnahrungsmittel. Oft ißt man auch Dal (Linsen), Gemüsecurry, Chapatis und Tsampa (Gerstenbrei mit Tee, ein traditionelles Gericht der Bergbevölkerung). Süße und herzhafte Zwischenmahlzeiten sind Jalebi, Laddus und Mukdal. Zu den regionalen Besonderheiten gehört Gurr, ein Sherpa-Gericht aus rohen, zerstampften Kartoffeln mit Gewürzen, die dann wie Pfannkuchen auf einem heißen, flachen Stein gegart werden. Tibetanische Spezialitäten sind Thukba (dicke Suppe) und Momos (gefüllte Teigwaren, gebraten oder gekocht). In Kathmandu gibt es zahlreiche Restaurants, andernorts ist die Auswahl zumeist gering. Auf alle Rechnungen werden 12% Regierungssteuer aufgeschlagen. Getränke: Das Nationalgetränk ist Chiya (Tee, der mit Milch, Zucker und Gewürzen aufgekocht wird; in den Bergen wird der Tee gesalzen und mit Yak-Butter angeboten). Ein anderes beliebtes Getränk der Berge ist Chhang (Bier, das aus gegorener Gerste mit Mais, Roggen und Hafer hergestellt wird). Arak (Kartoffelschnaps) und Raksi (Weizen- oder Reisschnaps) werden auch angeboten.
Nachtleben: In Kathmandu gibt es mehrere Kinos, die überwiegend indische Filme zeigen. Westliche Filme werden im europäischen und amerikanischen Kulturzentrum angeboten. Das Nachtleben ist begrenzt, nur einige Tempel und Restaurants bieten Abendunterhaltung. Einige Touristenhotels bieten einheimische Tanz- und Musikaufführungen. Im Soaltee Oberoi Hotel gibt es ein Spielkasino mit Baccarat, Chemin de Fer und Roulette.
Einkaufstips: Topi (Kappen mit Ohrenklappen), gestrickte Fausthandschuhe und Socken, tibetanische Kleidungsstücke, Webschals, Pashmin (Laken aus Ziegenwolle), Khukri (der traditionelle Dolch), Saranghi (eine kleine Violine mit vier Saiten, die mit einem Bogen aus Pferdehaar gespielt wird), Teeschüsseln und Tanzmasken aus Pappmaché. Auf den Märkten und in zahlreichen Geschäften kann man handeln. Öffnungszeiten der Geschäfte: So-Fr 10.00-20.00 Uhr (einige Geschäfte haben auch samstags und an Feiertagen geöffnet).
Sport: Trekking: Die atemberaubende Landschaft Nepals läßt das Herz jedes Urlaubers höher schlagen und ist ein Garant für ein intensives Naturerlebnis. Die Trekkingsaison dauert von September bis Mai, am besten sind die Bedingungen jedoch von Oktober bis Dezember und von März bis April. Das Angebot an Touren unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades ist groß. Bei manchen Reisebüros kann man Pauschalangebote buchen, die zuvor gemeinsam mit lokalen Trekkingspezialisten zusammengestellt wurden. Zahlreiche offizielle Trekkingagenturen in Kathmandu organisieren Touren einschließlich Führer, Träger, Koch, Verpflegung, Zelte, Schlafsäcke, Matratzen, Karten, Erlaubnisscheine und Versicherung. Seit Juli 1999 ist für die allgemeinen, vom Department of Immigration gekennzeichneten Trekkinggebiete, wie zum Beispiel Everest, Annapura oder Langtang, keine Trekkingerlaubnis mehr erforderlich. Für alle anderen Gebiete muß vom Department of Immigration, New Baneshwar, NP-Kathmandu (Tel: (01) 49 42 73, 49 43 37) eine entsprechende Erlaubnis eingeholt werden. Trekkingtouren nach Dolpa, Kanchanjunga, Makalu und ins nördliche Mustang sind nur durch offizielle Agenturen möglich. Für Touren in die Nationalparks und die Annapurna Naturschutzzone werden Gebühren erhoben. Weitere Informationen erteilt das Nepal Tourism Board (s. Kontaktadressen). Tennis: Mehrere Hotels in Kathmandu haben Tennisplätze, die gegen eine kleine Gebühr auch von Nichtgästen benutzt werden können. Weitere Informationen vom HIT Tennis Centre. Angeln: In vielen Flüssen und Talseen im Terai kann man gut Asla (Schneeforelle) und Masheer fangen. Die besten Monate sind Februar, März, Oktober und November. Angelscheine sind vom National Parks and Wildlife Conservation Department in Banswar erhältlich. Schwimmen: Mehrere Hotels in Kathmandu haben Swimmingpools, die auch Nichtgästen zur Verfügung stehen. Vorsicht vor der manchmal reißenden Strömung der Bergflüsse; die Flüsse der Ebenen sind zum Schwimmen besser geeignet. Golf: Der Royal Golf Club hat einen 9-Loch-Golfplatz, auf dem auch Besucher auf Empfehlung eines Mitglieds spielen können. Rafting ist bei Touristen besonders beliebt, Reisebüros in Kathmandu stellen Gruppen mit Führer und Ausrüstung zusammen. Reiten kann man nur, wenn man vor der Abreise Vereinbarungen trifft. Näheres vom Nepal National Health & Sports Council.
Veranstaltungskalender: 9. Febr. 2005 Losar (Tibetanisches Neujahr), Swayambhunath und Jawlakhel. März Maha Shivaratri (Übergang vom Winter zum Frühling), Pashupatinath; 6. März Holi-Festival, versch. Orte. April Bisket Festival; Chaitra Daisan. 4. Mai Buddha Jayanti, Kathmandu und versch. Orte. 15.-17. Mai Mani Rimdu (Frühlingsfest), Thami. 22. Aug. Gai Jatra (Prozession der Kühe), Kathmandu. Aug.-Sept. Krishna Jayanti, Patan. Sep Teej (Festival der Frauen). 2.-10. Okt. Daisan Festival (mit dem größten Tieropfer), Kathmandu und Patan. Nov. Maini Rimdu, Solu Khumbu; 3.-7. Nov. Tihar (Lichterfest), versch. Orte. Nov. Haribodhini Ekadashi (Hinduistisches Fest), Pashupatinath.


Genaue Informationen erteilt dasFremdenverkehrsamt (s. Adressen).
Anmerkung: Hindu-Feiertage richten sich nach örtlichen astrologischen Beobachtungen, ein genaues Datum kann daher nicht angegeben werden (s. Feiertage).

 

Land & Leute: Zur förmlichen Begrüßung gibt man sich traditionell nicht die Hand, sondern hält die Handflächen zusammen - Finger nach oben, wie zum Gebet - und sagt Namaste. Ein Gastgeschenk wird oft ungeöffnet zur Seite gelegt, da das Öffnen eines Päckchens in der Gegenwart eines Gastes als unhöflich angesehen wird. Außer zu formalen Gesellschaftstreffen wird zwanglose Kleidung akzeptiert. Bikinis, Shorts, unbedeckte Schultern und Rücken werden ungern gesehen. Männer ziehen nur zum Baden die Hemden aus. Man sollte in der Öffentlichkeit, besonders an religiösen Stätten, keine Zärtlichkeiten austauschen. Fotografieren: Fragen Sie immer im voraus um Erlaubnis. Außerhalb der Tempel und bei Festen ist das Fotografieren erlaubt. Religiöse Zeremonien oder die Inneneinrichtung von Tempeln sollten nicht fotografiert werden. Es gibt jedoch keine genauen Vorschriften, am besten fragt man um Erlaubnis. Trinkgeld wird nur in Touristenhotels und Restaurants erwartet. Taxifahrer erwarten nur dann ein Trinkgeld, wenn sie besonders hilfsbereit waren. 10% sind ausreichend. In allen anderen Fällen ist kein Trinkgeld angebracht.

 

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Klima: Das Wetter in Nepal ist angenehm. Der Sommer, der mit der Monsunzeit zusammenfällt, dauert von Juni bis Oktober, der Rest des Jahres ist trocken. Frühling und Herbst sind die schönsten Jahreszeiten. Im Winter gibt es Frost und in den Bergen viel Schnee.

 


Klima: Nepal

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