Flugzeug: Das Flugzeug ist das wichtigste Verkehrsmittel im Binnenverkehr. Knotenpunkt des nationalen Flugnetzes sind die vier Moskauer Flughäfen (s. Reiseverkehr International). Pauschaltouren kann man u. a. bei Olympia-Reisen buchen (s.
Kontaktadressen).
Inlandflughäfen: Bykowo (BKA) (
www.vladalex.ru/works/avia/ru) ist der kleinste Moskauer Flughafen. Bustransfer vom zentralen Air Terminal zum Flughafen (Fahrzeit 1 Std.).
Schiff: Die Russische Föderation hat Häfen an der Ostsee, am Schwarzen Meer (Sotschi und Novorossijsk) und am Pazifik. Die wichtigsten Hafenstädte im Osten sind Wladiwostok, Magadan, Nachodka und Petropawlowsk, im Westen St. Petersburg und Kaliningrad. Die einzige Verbindung zum Atlantik ist der ganzjährig eisfreie Hafen von Murmansk auf der Halbinsel Kola. Flußkreuz- und Ausflugsfahrten werden auf der Wolga, der Lena sowie auf dem Irtysch, Ob, Don und Amur angeboten. Verschiedene Kreuzfahrten werden angeboten, z. B. von St. Petersburg nach Moskau, nach Rostow, über den Ladoga- und den Onega-See und über die Karelischen Seen. Nähere Auskunft von
Incentives und Reisen Böcher & Partner, Drechslerweg 4, D-55128 Mainz. Tel:
(06131) 93 40 40 . Fax: (06131) 93 40 45. (E-Mail:
incentive@boecher.com; Internet:
www.boecher.com).
Bahn: Nur wenige Fernverkehrszüge dürfen auch von Besuchern benutzt werden, alle Sitzplätze müssen im voraus gebucht werden. Zugfahrkarten für nationale und internationale Züge werden bei den Niederlassungen der
Moscow Railway Agency (Internet:
www.mza.ru/eng/services/persons/index.htm) gekauft. Die
Transsibirische Eisenbahn (s.
Reiseverkehr International)ist die beste Möglichkeit, das Landesinnere kennenzulernen. Weitere Informationen von
Olympia-Reisen. Der
Orient-Expreß fährt ebenfalls von Moskau nach Beijing, Informationen von
Incentives und Reisen Böcher & Partner (Adresse s. o.).
Bus/Pkw: Urlaubsreisen mit Pkw oder Wohnmobil sind möglich (s.
Anreise); die Reiseroute muß von einem Reiseveranstalter genehmigt werden, und Besucher dürfen die für Pkw-Reisen vorgesehenen Strecken nicht verlassen. Die Übernachtungsorte, die Art der Unterbringung und die Zahl der Übernachtungen müssen angegeben werden. Der Reiseveranstalter vermittelt auch Mietwagen. Der Mietpreis schließt die Versicherung mit ein. Die internationale Grüne Versicherungskarte gilt nicht. Man kann das Fahrzeug auf Wunsch gleich am Grenzübergang abholen. In größeren Städten gibt es auch Mietwagen mit Chauffeur. Folgende Unterlagen sollte man immer bei sich haben: gültigen Reisepaß mit gültigem Visum; internationalen oder nationalen Führerschein; Unterlagen mit der genehmigten Reiseroute, den Übernachtungsorten und den Mietwagenpapieren; Karte mit genehmigten Reiserouten sowie Touristenpapiere.
Fernbus: Langstreckenbusse dürfen normalerweise nicht von Besuchern benutzt werden.
Verkehrsbestimmungen: Die Höchstgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften beträgt 60 km/h, auf Landstraßen 90 km/h und auf Autobahnen 100 km/h. Wer seinen Führerschein noch nicht länger als 2 Jahre hat, darf generell nicht schneller als 70 km/h fahren. Nachtfahrten sollten vermieden werden, und Besucher dürfen keine Anhalter mitnehmen. Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluß ist nicht gestattet (0,0‰). Jedes Fahrzeug muß mit Sicherheitsgurten, Erste-Hilfe-Kasten, Feuerlöscher und Nothupe/rotem Warnlicht ausgerüstet sein. Hupenbenutzung ist nur zur Unfallvermeidung erlaubt. Bei Unfällen müssen die nächste Verkehrswacht oder das Reisebüro benachrichtigt werden. Alle Beteiligten müssen eine schriftliche Aussage machen, die von einem Milizbeamten bestätigt werden muß. Alle anfallenden Reparaturkosten trägt der Besucher. Wichtige Rufnummern: Unfallrettung: 03, Polizeinotruf (Miliz): 02, Feuer: 01.
Mietwagen: Einige internationale Autovermietungen haben Niederlassungen in Moskau. Vorausbuchung über einen Reiseveranstalter wird empfohlen.
Unterlagen: Internationaler Führerschein und nationaler Führerschein mit Übersetzung.
Stadtverkehr: Die öffentlichen Verkehrsmittel sind gut und preiswert. In den meisten Städten gibt es U-Bahnen, Straßenbahnen und Oberleitungsbusse. In St. Petersburg und Moskau (Internet:
www.metro.ru) gibt es jeweils ein ausgedehntes U-Bahn-Netz (
Metro). In den verschiedenen Verkehrszonen gelten Einheitsfahrpreise. Taxis kann man auf der Straße anhalten, telefonisch bestellen oder an Taxiständen finden. Oft wird Bezahlung in Devisen verlangt. Vorsicht vor nicht registrierten Taxis; Überfälle auf Reisende können vorkommen. Man sollte lieber einen Wagen mit Chauffeur bestellen.
Fahrzeiten: von Moskau zu den folgenden größeren Städten in der Russischen Föderation (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
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Flugzeug
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Schiff
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Bahn
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Chabarowsk
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7.30
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-
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St. Petersburg
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1.00
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-
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9.00
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Irkutsk
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7.00
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-
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88.00
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Nachodka
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-
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141.00
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-
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Zarizyn
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1.45
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-
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-
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Moskau: Die Stadt
Moskau wurde 1147 gegründet, eine Siedlung existierte an dieser Stelle allerdings bereits seit dem Neolithikum. Der weltberühmte
Rote Platz, der von zahlreichen Wahrzeichen eingerahmt ist, bildet den Mittelpunkt der Stadt. Auf der einen Seite des Platzes erhebt sich der
Kreml, umgeben von einer wuchtigen roten Befestigungsmauer mit insgesamt 20 Türmen. Das größte Gotteshaus auf dem Kreml-Gelände ist die von dem italienischen Architekten A. Fioravanti entworfene Maria-Entschlafens-Kathedrale (
Uspenski Sobor, 1475-1479), deren Ikonostase drei der schönsten und ältesten russischen Ikonen zeigt. Die Kathedrale war Krönungsstätte der russischen Zaren, der Thron von Ivan dem Schrecklichen befindet sich ganz in der Nähe des Eingangs. Der
Große Kreml-Palast aus dem 19. Jahrhundert und der 81 m hohe Glockenturm
Iwan der Große mit seiner wunderschönen goldenen Kuppel sind wahre Meisterwerke russischer Baukunst. Die
Basilius-Kathedrale, die im Auftrag Iwans des Schrecklichen von 1555 bis 1560 errichtet wurde, thront am anderen Ende des Platzes. Sie ist Moskaus bekanntestes Wahrzeichen, vor allem wegen ihrer farbenprächtigen Kuppeln, und fungiert heute nur mehr als Denkmal. Gottesdienste finden hier schon lang nicht mehr statt. Der Kathedrale gegenüber steht der Erlöserturm (
Spasskaja baschnja), ehemals der Haupteingang zum Kreml, mit Rußlands bekanntester Uhr und einem stündlich anschlagendem Glockenspiel. Der heutige Eingang zum Kreml (auch für Touristen) erfolgt durch das Tor des Dreifaltigkeitsturms (
Troizkaja baschnja). Die Maria-Verkündigungs-Kathedrale (
Blagoweschtschenski sobor) war die Familienkirche der Zaren und beherbergt kostbare Fresken aus dem 16. Jahrhundert. Der Facettenpalast (
Granowitaja palata), einst Sitz des Thronsaals der Zaren, ist für Besucher nicht zugänglich. Am Roten Platz befindet sich auch das
Staatliche Historische Museum, in einem roten Ziegelsteinbau aus dem 19. Jahrhundert. Eine der Haupteinkaufsstraßen in Moskau ist die
Tverskaya in der Nähe des Roten Platzes. Die
Arbat-Straße bildet das Rückgrat eines traditionellen Künstler- und Literatenviertels, in dem auch die Schriftsteller Puschkin und Tolstoi lebten. Heute ist die Arbat-Straße eine von Kunst- und Kunsthandwerksläden gesäumte Fußgängerzone und gleichzeitig eine beliebte Bühne für Straßenkünstler. Auf dem Teatralnaja-Platz befindet sich das weltberühmte
Bolschoj-Theater. Das heutige Gebäude geht auf das Jahr 1824 zurück, die Innenausstattung ist in majestätischem Rot und Gold gehalten. Opern- und Ballettaufführungen im Bolschoj-Theater zählen zu den kulturellen Höhepunkten eines jedes Moskaubesuchs. Die Moskauer
Universität liegt in den Worobjowy-Bergen in den südwestlichen Vororten der Stadt. Der Aussichtsturm im Park vor dem Universitätskomplex bietet eine hervorragende Sicht über die Stadt und das große
Luzhniki-Stadium. Das Neujungfrauenkloster (
Nowodewitschij Monastyr) in der Nähe der Sportivnaya U-Bahnstation beherbergt seltene alte russische Kunstgegenstände. Das Gebäude selbst bietet eines der besten Beispiele der Moskauer Baukunst des 16. und 17. Jahrhunderts. In den angrenzenden Straßen
Ostoschenka und
Prechistenka befinden sich schöne Stadthäuser. Die weltberühmte Tänzerin Isadora Duncan lebte gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Dichter Sergej Jesenjin, in einem Haus des Millionärs und Kunstmäzens Uschkow in der Prechistenka-Straße. Die Gegend um
Kuznetzki most und der
Petrovka-Straße ist ein Zentrum gesellschaftlicher und kultureller Aktivitäten. Hier gibt es viele Theater und besonders gute Einkaufsmöglichkeiten. Eine weitere touristische Attraktion für historisch Interessierte ist das
KGB-Museum im
Lubyanka-Komplex. Der Bezirk
Zamoskvorechye war lange Zeit ein Händler- und Künstlerviertel. Viele seiner Kirchen, Lagerhäuser, Einkaufsläden und Häuser sind gut erhalten. In dieser Gegend befindet sich auch die
Tretjakow-Galerie mit Werken russischer Künstler. Die Ikonensammlung ist von großer kunsthistorischer Bedeutung; die berühmte »Dreifaltigkeit« von Andrej Rubljow ist wohl der kostbarste Besitz dieser wunderbaren Galerie. Vertreten sind auch bekannte Maler des 19. Jahrhunderts, wie Repin, Lewitan, Iwanow oder Brüllow, und auch Künstler der Avantgarde, wie Kandinskij oder Malewitsch. Im
Puschkin-Museum der Schönen Künste kann man eine bedeutende internationale Sammlung von Gemälden und anderen Kunstwerken vieler namhafter Künstler (u.a. von Rembrandt, Rubens, Van Gogh, Picasso, Gauguin und Cézanne) bewundern. Werke, die nach 1917 entstanden sind, können in der
Staatlichen Gemäldegalerie in der Nähe des
Gorkij-Parks besichtigt werden. Einen detaillierten Einblick in alle Aspekte des russischen Lebens kann man in der
Ausstellung der Wirtschaftlichen Errungenschaften im Nordwesten der Stadt erhalten. Auf dem Gelände gibt es auch einen Zoo, einen Zirkus und eine Schlittschuhbahn. Einen Besuch wert ist auf jeden Fall auch der
Moskauer Staatszirkus, in dem neben traditionellen Tier- und Clownnummern auch aufregende neue Tricks vorgeführt werden. Nach einer anstrengenden Besichtigungstour kann man sich besonders gut im
Ismailowski-Park, der sich früher im Besitz der Zaren befand, oder im Gorkij-Park ausruhen. Auch der Moskauer U-Bahn mit ihren zahlreichen kunstvoll verzierten und mit Marmor versehenen Metrostationen sollte man einen Besuch abstatten. Ahnlich wie in St. Petersburg sind viele U-Bahnstationen eine Touristenattraktion für sich. Die Metro ist außerdem ein bequemes und günstiges Fortbewegungsmittel quer durch die Stadt.
Ausflugsziele: Porzellanliebhaber sollten dem
Staatsmuseum für Keramik (10 km außerhalb der Moskauer Innenstadt) einen Besuch abstatten. Hauptsehenswürdigkeit des Landschlosses
Archangelskoje (16 km von Moskau) sind die im französischen Stil angelegten Anlagen, aber auch die Ausstellung europäischer Gemälde und Skulpturen im
Palast-Museum ist einen Besuch wert. Die an zwei Flüssen gelegene Kleinstadt
Sergejew Posad (früher Sagorsk) ist das Zentrum der Spielzeugmanufaktur. Im
Spielzeugmuseum kann man die Entwicklung dieses Gewerbes bis zur Bronzezeit zurückverfolgen. Die
Dreifaltigkeits-Kathedrale befindet sich innerhalb des mittelalterlichen Dreifaltigkeits-Klosters von
St. Sergius. Im Museum sind Meisterwerke der russischen religiösen Kunst und des Kunsthandwerks ausgestellt. Östlich von Moskau liegt
Susdal; die Stadt ist eine wahre Schatzkammer altrussischer Baukunst. In
Wladimir (ca. 32 km entfernt) stehen zwei Kathedralen aus dem 12. Jahrhundert. Das
Goldene Tor, Triumphtor der einstigen Fürstenhauptstadt, ist ein Denkmal altrussischer Ingenieurskunst.
St. Petersburg: St. Petersburg ist die zweitgrößte Stadt in der russischen Föderation und erstreckt sich über 42 Inseln, die in der Flußmündung der Newa liegen. St. Petersburg ist nicht nur als kulturelles Zentrum Rußlands bekannt, sondern auch für die Eleganz seiner Architektur und seine berühmten Brücken. Während Moskau eher östlich geprägt ist, wirkt St. Petersburg sehr europäisch. Die Stadt wurde 1703 von Peter dem Großen als 'Fenster zum Westen' gebaut und war 200 Jahre lang die Hauptstadt des zaristischen Rußlands. Unter dem Einfluß der Kaiserin Katharina der Großen 60 Jahre später wurde St. Petersburg zu einem der einflußreichsten europäischen Zentren für Politik, Kunst und Kultur. Katharina gründete das unvergleichliche Eremitage-Kunstmuseum, ließ prunkvolle Gebäude und Paläste erbauen, gründete Akademien und Bibliotheken, korrespondierte mit den größten Schriftstellern und Philosophen ihrer Zeit und verstärkte die Stellung St. Petersburgs als eine der kulturell und politisch einflußreichsten Städte im Europa des 18. Jahrhunderts.
Nach dem 1. Weltkrieg wurde St. Petersburg in Petrograd umbenannt. In der sowjetischen Ära hieß die Stadt Leningrad und wurde erst 1991 nach einer Volksabstimmung wieder in St. Petersburg umgetauft. Obwohl St. Petersburg im 2. Weltkrieg stark zerstört wurde, sind die meisten Gebäude restauriert worden. Heute ist die Stadt von einem abgeblätterten Charme geprägt, unter dem der frühere Glanz und die einmalige kulturelle und politische Geschichte St. Petersburgs noch überall zu spüren ist. Unzählige Brücken durchschneiden die ruhigen Kanäle und Wasserwege der Stadt, jede dieser Brücken ist unterschiedlich erbaut und verziert. An den Ufern ziehen sich schöne Häuserreihen hin, die manchmal etwas verfallen, öfter jedoch zu alter Eleganz restauriert worden sind. Im Juni und Juli ist in St. Petersburg die Zeit der sogenannten Weißen Nächte. Durch die nördliche Lage der Stadt am finnischen Golf werden die Nachtstunden in diesen Wochen zu einem dämmrigen Zwielicht und es entsteht eine beinahe surreale Stimmung. Während der Weißen Nächte finden besonders viele kulturelle und künstlerische Veranstaltungen und Feuerwerke statt. Viele der interessantesten Sehenswürdigkeiten St. Petersburgs, besonders die Paläste und Museen auf der linken Seite der Newa, kann man leicht zu Fuß erkunden. Der prächtige
Winterpalast war der Hauptsitz der russischen Zaren, heute befindet sich dort die weltberühmte
Staatliche Eremitage. Das Eremitage-Museum wurde 1764 gegründet, als Katharina die Große eine Kunstsammlung mit 255 Gemälden in Berlin erwarb. Heute beherbergt die Eremitage über 3 Millionen Kunstwerke, die Skulpturen und Gemälde aus allen Kunst- und Stilperioden vom alten Ägypten bis zum frühen 20. Jahrhundert umfassen. Auch der
Sommerpalast mit seinem schönen Park ist unbedingt einen Besuch wert. Auf dem
Schloßplatz fand am 22. Januar 1905 der 'Blutige Sonntag statt', der die erste russische Revolution auslöste. An diesem Tag marschierten tausende streikende Arbeiter zum Palast des Zaren, um Nikolas II. eine Petition zu überreichen. Als der Zug den Platz erreichte, eröffneten Soldaten das Feuer und erschossen hunderte Demonstranten.
Die Statue Peter des Großen, der
Bronzene Reiter, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen St. Petersburgs und wurde von Katharina der Großen in Auftrag gegeben. 1833 verewigte der russische Schriftsteller Alexander Puschkin den Reiter in seiner Ballade 'Der Bronzene Reiter'. Das majestätische Gebäuder der
Admiralität, einst das Hauptquartier der russischen Marine, wurde 1823 von Adrian Sacharow am Ufer der Newa gebaut und dominiert mit seinem 70 m hohen Turm und der goldenen Kuppel das gesamte Flußufer. Die
St. Isaaks-Kathedrale wird von einer Kuppel gekrönt, die mit über 100 kg Gold vergoldet ist und die Skyline von St. Petersburg prägt. Alexander I. ließ diese Kathedrale 1818 errichten, es dauerte mehr als 3 Jahrzehnte, bis das Bauwerk 1858 fertiggstellt wurde. Besondere Sehenswürdigkeiten in St. Petersburg sind auch einige Stationen der St. Petersburger U-Bahn (Metro). Viele Metro-Stationen sind gewaltige Hallen, die mit Marmorsäulen, Mosaiken und Fresken verziert sind, und eher an Museumsräume als an ein U-Bahn-System erinnern.
Der
Nevsky Prospekt, eine breite Prunkstraße, ist eine der bekanntesten Straßen in Russland und zieht sich von der Admiralität bis hin zum
Alexander-Nevsky-Kloster quer durch das St. Petersburger Stadtzentrum. Am Nevsky Prospekt liegen einige der prachtvollsten Paläste und Gebäude, hier befinden sich auch einige der exklusivsten Geschäfte, das größte Kaufhaus der Stadt
Gostiny Dvor, die russische Nationalbibliothek mit dem einmaligen
Faust'schen Kabinett und das
Museum für Russische Kunst. Hier liegt auch die
Kasaner Kathedrale, die 1811 von Andrej Woronichin gebaut wurde und mehrere architektonische Stilrichtungen in sich vereinigt. Auf dem Platz vor der Kazaner Kathedrale stehen die Statuen von zwei berühmten russischen Feldherren. Die
St.-Peter-und-Paul-Festung (1703), die auf einer kleinen Insel inmitten der Newa liegt, wurde von Peter dem Großen als erstes großes Projekt in der Gründung seiner neuen Stadt St. Petersburg erbaut. Ab 1721 befand sich hier ein berüchtigtes Hochsicherheitsgefängnis, in dem unter anderem zeitweise Fjodor Dostojewsky, Maxim Gorki, Trotzki und Lenin inhaftiert waren. In der Mitte der Festung steht die schöne St. Peter-und-Paul-Kathedrale, in der die meisten der russischen Herrscher, von Katharina der Großen bis zu Alexander III., begraben sind. Im Festungskomplex gibt es auch mehrere Museen, u.a. das Museum der Stadtgeschichte von St. Petersburg. Die Kirche
Saviour on the Spilled Blood (St. Nikolaus-Kathedrale) wurde auf der Stelle, an der Zar Alexander II. im März 1881 ermordet wurde, errichtet. Das Gebäude mit seinen prächtigen zwiebelförmigen Kuppeln wurde im Stile der russischen Kirchenarchitektur des 17. und 18. Jahrhunderts erbaut, die Innenräume sind mit unzähligen Mosaiken und Fresken verziert. Das berühmte
Marijinsky-Theater an der Teatralnaya Ploschad wurde 1860 eigentlich als Opernhaus erbaut. Weltruhm erlangte das Theater jedoch erst durch seine Ballettvorführungen, im Marijinsky tanzten Ballettgrößen wie Anna Pavlova, Vasilij Nijinsky und Rudolf Nurejew. Zu Sowjetzeiten war das Marijinsky als
Kirov Ballett- und Opernhaus bekannt und erhielt erst 1992 seinen alten Namen zurück.
St. Petersburg besitzt über 50 naturgeschichtliche, politische, literarische oder historische Museen. Eher ein Geheimtip für Ballett- und Theaterinteressierte ist das
Museum für Theater- und Musikgeschichte, in dem über 400.000 Objekte ausgestellt sind, die die Geschichte des Balletts und Theaters in St. Petersburg dokumentieren. Unter anderem kann man Fotografien berühmter russischer Tänzer und Sänger, Partituren, Theaterprogramme, Dokumente, Originalentwürfe für Bühnenbilder und Ballettkostüme besichtigen. Das
Museum für Völkerkunde und Anthropologie (Kunstkamera) umfaßt die Sammlungen Peter des Großen, der anthropologische und ethnologische Ausstellungsstücke und Kuriositäten aus der ganzen Welt zusammentragen ließ. Neben interessanten Ausstellungen über verschiedene Kulturen gibt es auch eine Kuriositätenkabinett mit in Formaldehyd konservierten Exponaten wie siamesischen Zwillingen, zweiköpfigen Hühnern u.ä.
Nicht weit entfernt von St. Petersburg liegt auch der
Peterhof, die Sommerresidenz Peters des Großen. Man erreicht das Schloß über eine majestätische Freitreppe, die von Springbrunnen und Kaskaden eingerahmt wird. Im Gebäude befindet sich auch eine schöne Orangerie. Im Schloßgarten gibt es prächtige Baumalleen, in deren Schatten man im Sommer besonders schön flanieren kann. Von der Böschung am Rande des Parks bietet sich ein weiter Blick auf den finnischen Golf.
Der Nordwesten: Nördlich von St. Petersburg auf der Halbinsel Kola liegt
Murmansk, die größte Stadt am nördlichen Polarkreis. Im November und Dezember kann man das Nordlicht sehen, und im Sommer bleibt es 24 Stunden hell. Sehenswert ist die Kirche des
Hl. Nikolei, und auch ein Besuch im
Landeskundlichen Museumist zu empfehlen. Die karelische Landschaft südlich des Polarkreises wird von einer reizvollen Seenplatte geprägt. Kiefern- und Birkenwälder, malerische Wasserfälle, sanftes Hügelland und ein weiter Himmel erfreuen das Auge. Die karelische Hauptstadt
Petrosawodsk ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflugsfahrten zur Insel
Kischi im Onegasee. Hier steht eines der schönsten Freilichtmuseen Rußlands, das Besuchern einen Einblick in die typische Holzbauweise vermittelt. Besonders beeindruckend ist die mehrkuppelige
Christi-Verklärungskirche, die innen reich mit Ikonen verziert ist.
Nowgorod (südlich von St. Petersburg) wurde vor über 1100 Jahren gegründet. Im Sophienviertel, in dem sich auch der Kreml befindet, steht das älteste Gebäude Rußlands, die fünfschiffige
Sophien-Kathedrale (11. Jh.). Insgesamt gibt es 39 Kirchen und Kathedralen in der Stadt. Gegenüber, am anderen Flußufer, kann man das Geschäftsviertel besichtigen.
Kaliningrad (Königsberg) liegt zwischen Litauen und Polen an der baltischen Küste, und gehört seit Ende des 2. Weltkriegs zur Russischen Föderation. Die Stadt am Pregel nahe der Mündung ins Frische Haff ist durch einen Kanal mit der Ostsee verbunden. Kaliningrad wurde im Krieg fast vollstandig zerstört. Die Ruine der gotischen
Domkirche mit dem Grab des Philosophen Immanuel Kant, der in Kaliningrad geboren wurde, ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten. Die
Luisenkirche, das
Sackhermer Tor und
Rosgärtner Tor sind ebenfalls besuchenswert. Im
Bernsteinmuseum erfährt man alles Wissenswerte über den beliebten Schmuckstein. Das
Frindland-Museum gibt einen Überblick über die lange Geschichte der ehemaligen Hauptstadt Ostpreußens und das Leben zur damaligen Zeit. Die schöne Umgebung lädt zu Wanderungen in dichten Wäldern und durch Hügelland ein. Weniger als 50 km von Kaliningrad entfernt liegt der schon früher populäre Badeort
Swetlogorsk (Rauschen). Schöne Strände und eine herrliche Dünenlandschaft machen den Reiz dieses idyllischen Ostseebades aus.
Sibirien: Sibirien besteht aus über 12,8 Mio. qkm endloser Taiga und riesigen Wäldern. Hier gibt es eine Million Seen und 53.000 Flüsse. Eine Fahrt mit der berühmten
Transsibirischen Eisenbahn auf der längsten Bahnstrecke der Welt gehört zu den großen Reiseabenteuern dieser Erde (s.
Reiseverkehr International).
Irkutsk ist einer der größten Pelzhandelsplätze der Welt und gilt als die schönste sibirische Stadt. Die vielen imposanten Bauwerke zeugen von einer reichen Vergangenheit. Auch die typischen Holzhäuser findet man hier. Die hiesige Universität war das erste höhere Bildungsinstitut in ganz Sibirien. Der nahegelegene
Baikalsee ist ein herrliches Erholungsgebiet mit einzigartiger Flora und Fauna. Der mit über 1600 m tiefste See der Welt liegt inmitten dicht bewaldeter Gebirgsketten.
Chabarowsk am Amur ist das größte Industriezentrum Ostsibiriens und ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt. Die 1858 gegründete Stadt erhielt ihren Namen von dem bedeutenden Forscher Chabarow, der diese Region im 17. Jahrhundert bereiste. Das
Heimatkundemuseum gibt einen Einblick in die verschiedenen Lebensweisen der einzelnen Amurvölker. Jenseits des Flusses Amur erstreckt sich eine baumlose Steppe, und man kann über die Grenze bis nach China sehen.
Die Wolga: Die Wolga ist einer der wichtigsten russischen Verkehrswege. Besonders eine Flußfahrt von Kasan nach Rostow am Don ist sehr zu empfehlen, aber auch andere Städte an der Wolga werden auf Kreuzfahrten angefahren und sind besuchenswert.
Jaroslawl liegt an der oberen Wolga nördlich von Moskau und ist eine der interessantesten altrussischen Städte. 75 Klöster und Kirchen warten darauf, besichtigt zu werden. Eine Vielzahl anderer bedeutender Bauwerke bezeugt die lange Stadtgeschichte. Das 1750 erbaute Theater ist eine der ältesten Bühnen Rußlands. Wichtigste Sehenswürdigkeiten in der über 1000 Jahre alten Stadt
Uglitsch sind der Kreml mit den Fürstengemächern und die Freskomalereien der Dmitrij-Kirche. Ein weitere Stadt mit reichem architektonischen Erbe ist
Kostroma. Hier beeindruckt insbesondere das
Kloster Ipatjew. Das Städtchen
Pljos ist vor allem durch den russischen Maler Levitan bekannt, der die landschaftliche Schönheit der Gegend in vielen seiner Gemälde festhielt. Ihm ist ein interessantes Museum gewidmet. Die Millionenstadt
Nischnij Nowgorod, das frühere Gorki, kann erst seit kurzem wieder besucht werden. Die mehr als 750 Jahre alte Stadt bietet zahlreiche sehenswerte Bauwerke.
Hauptsehenswürdigkeiten der Großstadt
Tscheboksary sind die Kathedrale und das Dreifaltigkeitskloster.
Kasan ist das Zentrum der tartarischen Kultur, mit der man sich auch im
Tatarischen Staatsmuseum ein wenig vertraut machen kann. Die Türme und Kirchen des
Kreml (16. Jh.) gehören in jedes Besichtigungsprogramm. Südlich von Kasan liegt
Samara, ein wichtiges Industriezentrum, in dem auch die Kultur nicht zu kurz kommt. Zahlreiche Baudenkmäler und Museen machen einen Besuch lohnenswert.
Das Ende des 16. Jahrhunderts gegründete
Saratow ist heute eine bedeutende Industriestadt und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit einigen sehenswerten Museen.
In Lenins Geburtsort
Uljanowsk steht das Haus seiner Eltern, in dem heute ein Museum untergebracht ist.
Zarizyn (früher Wolgograd, davor Stalingrad) gibt es mehrere Gedenkstätten der furchtbaren Kesselschlacht, die hier im 2. Weltkrieg stattfand. Die Dokumentation im Siegesmuseum auf dem Mamai-Hügel erinnert an den Sieg der Roten Armee über die deutsche Wehrmacht. Im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört, ist die Millionenstadt heute ein bedeutendes Wirtschaftszentrum. Bootsfahrten bieten sich an, und auch die nahegelegenen Kosakendörfer können besucht werden. Die historische Stadt
Astrachan an der Wolgamündung ist reich an architektonischen Sehenswürdigkeiten. Sehr schön sind die
Erlöser-Kirche, und der Kreml.
Rostow am Don: Sehenswert ist die
Auferstehungs-Kathedrale. Mehrere Parks und der Strand sind ideal zum Entspannen. Rostow ist das Tor zum Kaukasus.
Am Schwarzen Meer: An der Kaukasischen Riviera, die von Noworossijsk bis zur georgischen Stadt Batumi reicht, liegen zahlreiche reizvolle Hafenstädte, Kur- und Badeorte. Hier erwarten den Feriengast angenehmes Mittelmeerklima und eine exotische Vegetation. Die Küstenstraße von der modernen Hafenstadt Noworossijsk nach Sotschi ermöglicht eine gute Nord-Südverbindung.
Tuapse ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit vielen Erholungs- und Ausflugsmöglichkeiten in den umliegenden Bergen und Wäldern.
Das Kurbad
Sotschi liegt am Fuß des majestätischen Kaukasus. Hauptsehenswürdigkeit ist wohl die von prächtigen Bäumen gesäumte Seepromenade. Der große
Riviera-Park bietet zahlreiche Freizeit- und Touristikeinrichtungen und ein Gewächshaus mit exotischen Bäumen und Sträuchern aus aller Welt. Besuchenswert ist auch der
Botanische Garten. Die Thermalquellen in
Matsesta im Süden der Stadt werden schon seit mehr als tausend Jahren genutzt. Der Aussichtsturm auf dem 23 km außerhalb von Sotschi gelegenen Bolschoi-Achum-Berg ermöglicht einen einzigartigen Blick auf Stadt, Meer und Berge. Südlich von Sotschi laden weitere Kurorte zum Verweilen ein, und der riesige Kaukasus-Naturpark beeindruckt durch seine gewaltige Hochgebirgslandschaft.
Der moderne Resort
Dagomys nördlich von Sotschi überblickt das Schwarze Meer und liegt zwischen bewaldeten Hügeln inmitten subtropischer Vegetation. Die Anlage bietet mehrere Hotels und Restaurants, Cafés, Bars und Sporteinrichtungen. Eine Esplanade führt zum Strand, an dem man Boote und Tretboote mieten kann. Die Panorama-Bar im obersten Stockwerk des
Dagomys-Hotels macht ihrem Namen alle Ehre. Ein Besuch der nahegelegenen Dagomys-Teeplantage ist ebenfalls zu empfehlen.
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Essen & Trinken: Das Frühstück ist meist sehr reichhaltig und besteht aus Wurst, gekochten Eiern, Brot, Sauerrahm, Joghurt, Marmelade und russischem Tee. Zum Frühstück wird auch gern
Kascha, ein Graupenbrei, serviert. Die Hauptmahlzeit umfaßt meist drei oder vier Gänge. Eines der berühmtesten russischen Gerichte ist
Borschtsch, eine Suppe aus roter Beete, die heiß mit saurer Sahne serviert wird und ähnlich wie
Akroschka (kalte Kwas-Suppe) schmeckt.
Boeuf Stroganow (geschnetzeltes Rinderfilet in saurer Sahne geschmort),
Blini (Pfannkuchen meist mit Kaviar oder Lachs und saurer Sahne serviert),
Aladyi (süße Blini mit Marmeladenfüllung) und
Ikra oder
Krasnaja Ikra (schwarzer oder roter Kaviar) sind weltweit bekannt. Besonders beliebt zum Nachtisch sind
Blintschi (Pfannkuchen) aus Grieß oder Buchweizen mit süßer Soße.
Getränke: Eines der beliebtesten Getränke ist
Tschai (schwarzer Tee). Wodka wird oft mit Gewürzen und Kräutern aromatisiert, z. B. mit
Zubrowka (einer Grasart),
Riabinowka (einer Beerensorte),
Starka (dunkel und angenehm im Geschmack) und
Pertsowka (mit scharfem Paprika). Russischer Sekt ist hervorragend und preiswert.
Kwas ist ein erfrischendes und ungewöhnliches Getränk aus Schwarzbrot und Rosinen. Getränke werden normalerweise per Gramm oder Flasche bestellt. Nach den geltenden Bestimmungen dürfen nicht mehr als 100 g alkoholischer Getränke pro Person und Mahlzeit verkauft werden. Bars und Cafés schließen normalerweise um 22.00 Uhr.
Nachtleben: Theater, Zirkus, Konzerte und Varieté stehen meist auf dem Besucherprogramm. Moskau ist die Wiege des russischen Theaters. Karten sollten beim Servicebüro des jeweiligen Hotels bestellt werden. Einzelheiten vor Ort. In den meisten Restaurants, Nachtklubs und größeren Restaurants werden auch Musik und Tanz angeboten. In Moskau gibt es 69 Kasinos. Nachtklubs und Diskotheken haben meist von 22.00-06.00 Uhr früh geöffnet.
Einkaufstips: In Moskau und St. Petersburg sind inzwischen fast alle westlichen Konsumgüter erhältlich. In allen Touristenzentren gibt es besondere Läden, in denen man mit harter Währung bezahlen kann. In allen anderen Geschäften muß man in der Landeswährung bezahlen; hier muß man nach den Artikeln, zum Bezahlen und zum Warenempfang anstehen. Für Antiquitäten, andere wertvolle Gegenstände, Kunstwerke und Manuskripte, die nicht in den Souvenirgeschäften gekauft werden, braucht man eine Exportgenehmigung. Beliebte Souvenirs sind
Matrjoschkas, die buntbemalten Holzpuppen, Schatullen mit Märchenmotiven, geschnitztes Spielzeug und Malereien auf Holz oder Emaille.
Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.00-17.00 Uhr. Viele Geschäfte sind auch sonntags offen. Kaufhäuser und Supermärkte haben durchgehend geöffnet.
Sport: Wanderungen sind besonders in Teberda-Dombaj (Südrußland), in der Altai-Region (Sibirien), in Karelien (Nordrußland) und in der Region Baksan Elbrus (Kaukasus) zu empfehlen. Der Elbrus ist mit 5642 m der höchste Berg im Kaukasus. Hier ist auch
Skilaufen sehr beliebt. Die Saison ist allerdings recht kurz (Jan. - März). Gute Bedingungen vor allem für Langlauf.
Trekking wird immer gefragter, speziell im Elbrus.
Fischen kann man am Ufer des Weselowskaje-Reservoirs in der Rostow-Region (u. a. Hecht, Flußbarsch und Karpfen).
Reiterferien bieten sich in vielen Regionen an, besonders schön sind sie im Gebiet des Altai.
Eislaufen ist im Winter ein populärer Zeitvertreib. Im großen St. Petersburger Freizeitpark gibt es auch ein Skizentrum. In vielen Parks kann man
Schachspielern zuschauen, oder auch selbst spielen.
Publikumssport: Fußball ist sehr beliebt, und es gibt in fast jeder Provinzstadt einen Verein.
Eishockeyspiele sind ebenfalls Publikumsmagneten. Darüber hinaus finden zahlreiche andere Sportveranstaltungen statt.
Veranstaltungskalender: 25. Dez. - 5. Jan. 2005 Russisches Winterfest, Moskau.
7.-13. März. Maslenitsa Festival, Moskau.
1. Mai Ostersonntag, Moskau. 5. Jun. Pushkin Festival, Pushkinskiye Gori.
17.-26. Jun. Moskauer Film-Festival.
27. Mai - 29. Juni Sterne der weißen Nächte (Ende Juni/Anfang Juli wird es nachts kaum dunkel, in St. Petersburg werden die Weißen Nächte mit Feuerwerk, Konzerten, Feiern und Paraden gefeiert), St. Petersburg.
28. Aug.-15. Dez. Internationales Folklore-Fest, Moskau.
8.-16. Okt. Kremlin Cup (Tennis), Moskau.
31. Dez. Silvesterfeierlichkeiten.
Weitere Informationen erteilt das Fremdenverkehrsamt (s.
Kontaktadressen).
Land & Leute: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Besucher sind immer wieder von der selbstverständlichen Gastfreundschaft beeindruckt. Firmengeschenke werden gern angenommen. Grundsätzlich liegt man mit eher konservativer Kleidung nie falsch. Nichtraucherzonen sind durch Hinweisschilder gekennzeichnet.
Trinkgeld: 10% sind üblich. In einigen Hotels in Moskau und anderen Großstädten werden 10-15% für Bedienung auf die Rechnung aufgeschlagen.
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