

Fläche: 603.700 qkm.
Bevölkerungszahl: 47.425.340 (2005).
Bevölkerungsdichte: 78 pro qkm.
Hauptstadt: Kyiw (Kiew). Einwohner: 2.597.900 (2004).
Geographie: Die Ukraine grenzt im Norden an Belarus, im Norden und Osten an die Russische Föderation, im Westen an Polen, die Slowakische Republik und Ungarn und im Südwesten an Rumänien und Moldawien. Der Norden ist sehr waldreich, in den anderen Landesteilen überwiegen Waldsteppe (Buchen und Eichen) und baumlose Steppe. Wichtigster Fluss ist der Dnipro, der ins Schwarze Meer fließt. Die bis 1956 zu Rußland gehörende Halbinsel Krim im Süden des Landes ist inzwischen zum Zankapfel zwischen der Ukraine und Rußland geworden. Seit 1992 ist sie autonome Republik.
Staatsform: Republik seit 1991. Verfassung von 1996. Parlament mit 450 Mitgliedern. Staatsoberhaupt: Viktor Juschtschenko, seit Januar 2005. Regierungschefin: Julia Timoschenko, seit Januar 2005. Die autonome Krimrepublik, die eine eigene Legislative und Exekutive besitzt, ist Teil des Staatsgebietes. Seit 1991 unabhängiger Teilstaat der GUS.
Sprache: Amtssprache ist Ukrainisch. Russisch ist vielfach noch Umgangssprache, insbesondere in Kyiw, der Ostukraine und auf der Krim. Regional auch Gagausisch (eine Turksprache), Slowakisch, Rumänisch, Polnisch, Ungarisch und andere Minderheitensprachen.
Religion: Ukrainisch-orthodox, daneben russisch-orthodox, griechisch-orthodox und römisch-katholisch, jüdische und protestantische Minderheiten.
Ortszeit: MEZ + 1. Letzter Sonntag im März bis letzter Sonntag im Oktober: MEZ + 2 (Sommerzeit in der Ukraine = Standardzeit MEZ (Winterzeit in Mitteleuropa) + 2 Std.).
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Sommer und im Winter jeweils +1:00 Std.
Netzspannung: 220 V, 50 Hz. Adapter erforderlich.
Post- und Fernmeldewesen:
Telefon: Die meisten größeren Städte bieten Selbstwählferndienst.
Landesvorwahl: 380. Die Telefonstellen der Hauptpostämter sind in der Regel durchgehend geöffnet.
Mobiltelefon: GSM 900/1800. Mobilfunkgesellschaften umfassen Ukranian Mobile Comms (Internet: www.umc.com.ua), Ukranian Radio Systems (Internet: www.welcome2well.com) und Kyivstar (Internet: www.kyivstar.net). Empfangs-/Sendebereich ist auf Kyiw und andere größere Stadtgebiete beschränkt.
Fax: Faxdienste stehen in den meisten Hotels und Büros zur Verfügung.
Internet/E-Mail: Hauptanbieter: UANet (Internet: www.ua.net). Internetcafés findet man in Kyiw, Odessa und Lwiw.
Telegramme: 24-Stunden-Service in den Hauptpostämtern der Großstädte.
Post: Der Postverkehr ist unzuverlässig, Sendungen nach Westeuropa sind oft über zwei Wochen unterwegs. Öffnungszeiten der Postämter: In der Regel 08.00-17.00 Uhr. Das Hauptpostamt in Kyiw (Chrestschatyk 22) ist rund um die Uhr geöffnet.
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Gesetzliche Feiertage: 1. Jan. 2005 Neujahr.
7. Jan. Orthodoxes Weihnachten.
8. März Internationaler Frauentag.
1./2. Mai Tage der Arbeit. 9. Mai Tag des Sieges (2. Weltkrieg). 28. Juni Tag der Verfassung.
24. Aug. Unabhängigkeitstag.
1. Jan. 2006 Neujahr.
7. Jan. Orthodoxes Weihnachten.
8. März Internationaler Frauentag.
1./2. Mai Tage der Arbeit. 9. Mai Tag des Sieges (2. Weltkrieg). 28. Juni Tag der Verfassung.
24. Aug. Unabhängigkeitstag.
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Gesundheit:
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Vorsichtsmaßnahmen
empfohlen
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Impfschein
erforderlich
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Gelbfieber
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Nein
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Nein
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Cholera
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1
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Nein
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Typhus & Polio
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2
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-
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Malaria
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Nein
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-
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Essen & Trinken
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3
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-
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[1]: Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, v.a. in den Sommermonaten in den südlichen Bereichen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.
[2]: Typhus kommt vor, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.
[3]: Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser ist nicht immer keimfrei und sollte vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist pasteurisiert und kann, ebenso wie einheimische Milchprodukte, unbesorgt verzehrt werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Nicht ganz auszuschließen ist, dass Waldpilze noch erhöhte radioaktive Belastung aufweisen. Daher sollte auf deren Verzehr weitgehend verzichtet werden.
Vorsichtsmaßnahmen: Landesweit besteht während der Monate April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird landesweit durch Zecken übertragen. Hier ist zusätzlich zu den oben genannten Schutzmaßnahmen eine Impfung möglich.
Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
HIV/Aids verbreitet sich zunehmend und ist eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Gesundheitsvorsorge: Die medizinische Versorgung ist theoretisch kostenlos. Die Gesundheitsversorgung ist jedoch momentan nicht immer ausreichend gewährleistet. Bei leichten Erkrankungen sollte man sich an die Hotelleitung wenden. Bei schweren Krankheitsfällen ist es ratsam, das Land zu verlassen. Wer auf Medikamente angewiesen ist, sollte seine Reiseapotheke entsprechend bestücken, da viele Medikamente in der Ukraine nicht erhältlich sind. Man sollte sich vor der Abreise vergewissern, ob für die benötigten Arzneimittel eventuell Einfuhrbeschränkungen bestehen.
Krankenversicherungspflicht: Grundsätzlich muss in jedem Fall eine ukrainische Krankenversicherungspolice für die Aufenthaltszeit abgeschlossen werden. Diese kann in Deutschland derzeit nur bei folgenden Reisebüros erworben werden:
- Sicher Reisen GmbH, Ehrwalderstraße 52, 81387 München, Tel.: 089/72301-0
- Reisebüro Kraft Travel, Schlierseestraße 57b, 81539 München, Tel.: 089/5109 9690
- AXA Service Center Böhm, Hansastraße 73, 81373 München, Tel.:07 00 29226346.
Eine Police kostet ca. 6 €. Ein Versicherungsschutz einschließlich Evakuierung im medizinischen Notfall per Rettungsflug für die Dauer des Aufenthaltes sollte in jedem Fall bestehen.
HIV-Test: Ausländer, die länger als 3 Monate im Land bleiben und arbeiten oder studieren wollen, müssen einen negativen HIV-Test in englischer Sprache vorweisen oder den Test im Land durchführen lassen. Bei positivem Ergebnis erfolgt die Ausweisung.
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Währung: 1 Hrywnja = 100 Kopiyok (Singular: Kopiyaka).
Währungskürzel: UAH (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 UAH; Münzen in den Nennbeträgen 50, 25, 10, 5, 2 und 1 Kopiyok.
Geldwechsel: Geld sollte nur in offiziellen Wechselstuben oder Banken umgetauscht werden. Nicht alle Banken haben Wechselschalter. Tauschgeschäfte auf dem Schwarzen Markt sind riskant und nicht zu empfehlen. Die Mitnahme von US-Dollar in kleinen Beträgen ist empfehlenswert.
Kreditkarten: Werden nur in größeren Städten von einigen Hotels und Restaurants angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. In größeren Städten kann auch an Bankautomaten Bargeld abgehoben werden.
Devisenbestimmungen: Die Einfuhr von Landeswährung ist auf den bei der letzten Ausreise deklarierten Betrag beschränkt, die Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu 85 UAH gestattet. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist auf 10.000 US$ (bzw. Gegenwert) beschränkt, Deklarationspflicht. Für Beträge über 1000 US$ ist ein spezielles Formular auszufüllen. Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist bis zu 1000 US$ (bzw. Gegenwert) gestattet.
Öffnungszeiten der Banken: Mo-Fr 09.30-17.30 Uhr.
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Flugzeug: Inlandflugverkehr zwischen Kiev und allen größeren Städten. Aufgrund der Treibstoffknappheit werden die Flugpläne nicht immer eingehalten. Im Winter ruht der Flugverkehr häufig. Die meisten Flugtickets für Inlandflüge sind nur innerhalb der Ukraine erhältlich. Sie sind für Ausländer häufig teurer als für Ukrainer. Es ist relativ schwierig und langwierig, in der Ukraine Flugtickets zu kaufen, meist muß man sich mit dem örtlichen Intourist-Büro auseinandersetzen. Die besten Flugverbindungen bieten die Strecken von Kiev nach Lwiw, Dnipropetrowsk, Donetsk und Odessa.
Schiff: Flußkreuzfahrten zwischen Kiev, Sewastopol und Odessa sind sehr beliebt. Tickets sind bei verschiedenen Reiseveranstaltern erhältlich.
Bahn: Verbindungen von Kiev in alle größeren Städte. Die Züge fahren langsam, sind aber im Winter zuverlässiger als Flugverbindungen. Es ist nicht einfach, Fahrkarten zu kaufen.
Bus/Pkw: Der Großteil des Straßennetzes sind asphaltiert. Die Straßen sind im allgemeinen in gutem Zustand. Die wichtigen Städte sind über gute Autostraßen mit Tank- und Übernachtungsmöglichkeiten zu erreichen. Inzwischen gibt es auch private Autoreparaturwerkstätten, Ersatzteile sind jedoch häufig noch Mangelware. Bleifreies Benzin gibt es an fast allen
Tankstellen. Dennoch sollte man bei jeder Gelegenheit volltanken und einen Reservekanister mitführen. An Tankstellen muß in der Landeswährung bezahlt werden. Kreditkarten werden nur selten angenommen.
Busse verkehren zwischen größeren Städten, jedoch wird von ihrer Benutzung abgeraten.
Mietwagen stehen in größeren Städten zur Verfügung. Die angebotenen Fahrzeuge sind allerdings oft in sehr schlechtem Zustand.
Taxi: Auch für lange Strecken eine Alternative, die Fahrt von Kiev nach Odessa kostet etwa 200 US-Dollar.
Unterlagen: Internationaler Führerschein und Internationale Grüne Versicherungskarte.
Verkehrsbestimmungen:
Gurtanlegepflicht.
Promillegrenze: 0,0‰.
Geschwindigkeitsbegrenzungen:
innerhalb geschlossener Ortschaften: 60 km/h,
auf Landstraßen: 90 km/h,
auf Autobahnen: 110 km/h.
Wer seinen Führerschein weniger als 2 Jahre hat, darf nicht schneller als 70 km/h fahren.
Stadtverkehr: Busse, Oberleitungsbusse und Straßenbahnen gibt es in den meisten Städten. Die Kyiwer U-Bahn ist sauber, preisgünstig und zuverlässig. Busse und Oberleitungsbusse sind jedoch meist überfüllt und verkehren in recht unregelmäßigen Abständen. Auf einigen Strecken fahren Minibusse, die je nach Wunsch beliebig oft halten. Zwischen 01.00-06.00 Uhr verkehren keine öffentlichen Verkehrsmittel.
Taxi: Für Russisch sprechende Fahrgäste sind die Fahrpreise sehr günstig. Taxis haben schwarz-gelbe Leuchtanzeigen. Es gibt private und staatliche Taxiunternehmen, staatliche Taxis haben Taxameter, bei privaten Taxis sollte man den Fahrpreis vorher vereinbaren. Generell bezahlt man in Devisen. Taxis können telefonisch oder durch Handheben auf der Straße gerufen werden.
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Urlaubsorte & Ausflüge: Die ukrainische Hauptstadt
Kyiw ist eine Stadt mit vielen Parkanlagen, die auf eine über 1500jährige Geschichte zurückblickt. Bei einem Stadtrundgang sollte man sich die
St.-Sophien-Kathedrale (1037), die
St.-Andrijiw-Kirche (18. Jh.) und das
Höhlenkloster (11. Jh.) anschauen. Die St.-Sophien-Kathedrale gilt als eines der wichtigsten russischen Bauwerke überhaupt. Das
Goldene Tor ist der letzte Überrest der Mauer, die im 10. Jahrhundert zur Verteidigung der Stadt gebaut wurde. Die
Oper ist nicht nur für Musikfreunde interessant. Das
Ukrainische Kunstmuseum dokumentiert die Entwicklung der Kunst vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart (Malerei, Graphik und Bildhauerei). Das
Geschichtsmuseum zeigt eine Sammlung ausgeblasener Eier, die mit komplizierten Mustern bemalt sind. Auf dem
Andrijiw-Hügel in der Altstadt bieten Künstler ihre Werke an. Das Parlamentsgebäude liegt neben einem großen Park, der Erholung vom Großstadtlärm bietet. In luftiger Höhe auf dem
Wlodymyr-Hügel genießt man einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt am Dnipro. Im Sommer wird im Dnipro gebadet, im Winter kann man Schlittschuhlaufen oder sein Glück beim Angeln versuchen. Schiffahrten auf dem Dnipro sind sehr beliebt. Auf der
Truchaniw-Insel gibt es einen schönen Park und einen Strand.
Lwiw ist eine beschauliche Stadt in den Karpaten, die reich an bedeutenden Baudenkmälern vieler Stilepochen ist. Die architektonische Vielfalt der Bauwerke ist auf die vielen Invasionen vergangener Jahrhunderte zurückzuführen. Besonders besuchenswert sind die
Dominikanerkirche (18. Jh.) und die
St.-Jur-Kathedrale. Sehenswert ist auch der Marktplatz (
Staryj Rynok), dessen mittelalterlicher Charakter erhalten geblieben ist. Die Zweiflüssestadt liegt eingebettet in eine Hügellandschaft, die zahlreiche Ausflugs- und gute Wandermöglichkeiten bietet.
Schwarzmeerregion: Die Millionenstadt
Odessa ist ein wichtiger Hafen, bedeutender Industriestandort und Sitz zahlreicher kultureller und wissenschaftlicher Einrichtungen. Auch als Kurort hat sich die Stadt seit langem einen Namen gemacht. Die berühmte
Potjomkin-Freitreppe führt zur hübschen Seepromenade hinunter. Verschiedene Bootsfahrten in die nähere und weitere Umgebung werden von den Anlegestellen angeboten. Dem französischen Grafen Richelieu, dem Odessa viel verdankt, wurde in der Nähe der Freitreppe ein Standbild errichtet. Die Decke des
Opernhauses schmücken Szenen aus verschiedenen Shakespeare-Stücken. Sehenswert sind außerdem die
Philharmonie, der
Woronzow-Palast und die
Himmelfahrts-Kathedrale. Im
Archäologischen Museum sind Fundstücke aus dem alten Ägypten und der Schwarzmeer-Region ausgestellt. Im
Museum für Westliche und Orientalische Kunst hängen u. a. Werke von Rubens, Brueghel und Caravaggio. Der Botanische Garten, mehrere Parks und die Badestrände der Stadt bieten vielfältige Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten.
Die
Halbinsel Krim ganz im Süden des Landes ist eines der beliebtesten Feriengebiete am Schwarzen Meer. Der »Kurlaub« hat hier dank des angenehmen Klimas und der zahlreichen Mineralquellen eine lange Tradition. Der Großraum Jalta umfaßt zahlreiche attraktive Kur- und Badeorte.
In
Jalta, der »Perle der Krim«, steht das
Tschechow-Museum, das im früheren Wohnhaus des Schriftstellers untergebracht ist. Im einzigen Theater der Stadt kommen seine Dramen häufig zur Aufführung. Jalta ist heute ein beliebter Urlaubsort. Die zauberhafte Lage am Meer und die exotische Vegetation machen den Reiz dieser grünen Hafenstadt aus. Vom Klima verwöhnt und vor kalten Winden geschützt, blühen hier selbst im Winter die Blumen. Interessante Sehenswürdigkeiten sind die an der Seepromenade gelegene Hauptstraße, das Historische Museum und der Aussichtspunkt auf dem Darsan-Hügel, den man mit einer Seilbahn erreichen kann. Der Jalta-Hotelkomplex mit reichhaltigem Sport- und Unterhaltungsangebot einschließlich eines Hotelstrandes bietet komfortable Unterkunft. An der Südküste der Krim eröffnen sich unzählige Ausflugsmöglichkeiten.
Außerdem sehenswert sind der für den letzten Zaren erbaute
Weiße Palast in
Liwadija. Weitere interessante Herrensitze und Schlösser findet man überall entlang der Küste. Der südlich von Jalta in
Alupka gelegene
Woronzow-Palast mit seinen Parkanlagen ist besuchenswert. Er wurde von einem englischen Architekten erbaut und ist die Hauptsehenswürdigkeit dieses hübschen Kurorts, in dem man nach Voranmeldung auch an Weinproben teilnehmen kann.
Sitz der Verwaltung der Krim, von Industrie, Universität und vielen kulturellen Einrichtungen ist die Großstadt
Simferopol. Es gibt mehrere Museen, hervorzuheben ist die Gemäldesammlung im
Museum der Schönen Künste. Die Überreste der antiken Stadt Neapolis bezeugen die lange Siedlungsgeschichte in diesem Raum. Ein Tagesausflug nach
Bachtschisaraj bietet sich an. Die Stadt ist für einen Palastkomplex bekannt, der auch Moscheen und Gärten umfaßt.
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Essen & Trinken: Die meisten Restaurants sind teuer, in Kyiw gibt es mittlerweile eine Auswahl an japanischen, thailändischen französischen, italienischen und indischen Restaurants. Zu den einheimischen Spezialitäten gehören
Borschtsch (Suppe aus roter Beete),
Wareniki (Pasteten mit Käse-, Fleisch- oder Obstfüllung),
Galuschki (kleine Mehlklöße) und
Holubtsi (Kohlrouladen). Fleisch- und Kartoffelgerichte sind außerordentlich beliebt. Zum Nachtisch ißt man gern Honigkuchen oder Mohnstrudel.
Getränke: Weine von der Krim sind ausgezeichnet, besonders zu empfehlen sind
Krasnij Kamen (Roter Stein),
Abrau und
Miskako (beide trocken). Sekt aus der Ostukraine (Marke
Artyomow) ist sehr gut.
Nachtleben: Ausgezeichneten Opernaufführungen in prächtigem Rahmen kann man in den Theatern in Kyiw, Lwiw und Odessa beiwohnen. Varieté und Marionettentheater bieten weitere Abwechslung. Die Karten für kulturelle Veranstaltungen sind sehr günstig und auch noch an der Abendkasse zu haben, da die Preise für viele Ukrainer unerschwinglich sind.
Einkaufstips: Keramik- und Lederwaren, Holzschnitzereien, Schmuck und Gemälde. Kunst und Kunstgewerbeartikel kann man an Straßenständen direkt vom Künstler, in Galerien oder Andenkenläden kaufen.
Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 08.00-19.00 Uhr (Kaufhäuser), kleine Läden sind in der Regel Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr geöffnet, einige Geschäfte auch bis 20.00 Uhr.
Sport: Die Karpaten bieten gute
Wintersportmöglichkeiten (v. a. Skifahren). Beliebt sind die Wintersportorte Slawsko und Skole unweit der slowakischen Grenze und Worokta, das an der rumänischen Grenze liegt.
Bergsteigen und
Bergwandern sind in dieser Region ebenfalls möglich. Die Karpaten und das Karpatenvorland mit ihren vielen Kurorten und Wandergebieten sind ideal für Erholungssuchende und »Kurlauber«. Der im Nationalpark Karpaten gelegene Kurort Jeremtsch ist vielbesucht. Die Krim bietet ausgezeichnete
Bademöglichkeiten von April bis Oktober. Beim Publikumssport steht
Fußball an erster Stelle, obwohl auch
Eiskunstlauf, Tennis und
Leichtathletik für volle Arenen sorgen.
Veranstaltungskalender: Jan. 2005 Russisch-orthodoxe Weihnachten, landesweit.
1. April Feiern (bunte Veranstaltungen mit Straßentänzen und Trachtenumzügen), Odessa.
28.-29. Mai Kyiw-Tag. Mai -Juli Sommermusikabende, Kyiw.
Aug. Sarochin-Markt, Zentral-Ukraine.
24. Aug. Landesweite Feiern zum Unabhängigkeitstag.
23.-31. Okt. Internationales Film-Festival, Kyiw.
6. Dez. St. Nikolaus-Tag.
Land & Leute: Ukrainer sind für ihre Gastfreundschaft und Herzlichkeit bekannt. Oft wird man bereits nach kurzer Bekanntschaft nach Hause eingeladen. Freizeitkleidung ist angemessen, nur für Theater- und Opernbesuche zieht man sich eleganter an.
Trinkgeld: Die Bedienung ist in der Regel bereits in den Rechnungen enthalten. Ein kleines Trinkgeld verhilft dem Gast zu besserem Service.
Fotografieren: Militärische Objekte, Seehäfen, Industriezonen und Eisenbahn- oder Verkehrsanlagen dürfen nicht fotografiert werden.
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Klima: Überwiegend gemäßigtes Kontinentalklima. Warme Sommer, sonniger Herbst und kalte, schneereiche Winter. Mediterran an der Schwarzmeerküste.
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